Politischer Schauprozess in den Niederlanden

[ Autor von diesem Artikel: Leonard Forneus ] [ Verfasst am 10 Februar 2022 ]

Seit 2020 werden die sexualpolitischen niederländischen Menschenrechtsaktivisten Ad van den Berg, Marthijn Uittenbogaard, Norbert de Jonge und Nelson Maatman sowie der Ehemann von Marthijn Uittenbogaard (PNVD/Vereniging Martijn), wie berichtet, Opfer massiver politischer und willkürlicher strafrechtlicher Verfolgung. Vielfache Wohnungsschändungen und Inhaftierungen waren die Folge. Die Ursache dieser Menschenrechtsverletzungen liegen in konstruierten “Vorwürfen” der niederländischen Staatsanwaltschaft, dass der aus menschenrechtlicher Sicht rechtswidrig verbotenen sexualpolitischen Verenigung Martijn inklusive der Webseite “heimlich”weitergeführt werden und Aktivitäten geplant werden. Der Verein setzte sich unter anderem seit Jahrzehnten für eine menschenrechtskonforme Strafgesetzgebung im Kontext menschlicher Sexualität ein. Am 02. Februar 2022 begann der politische Schauprozess gegen Marthijn Uittenbogaard, Norbert de Jonge und Nelson Maatman. Die Partei für Nächstenliebe, Freiheit und Vielfalt (PNVD) ist von diesem “Verfahren” nicht betroffen und wird von Ad van den Berg weitergeführt. Seit 2022 unterstützen die Ketzerschriften die Aktivitäten der PNVD. Mehr zu alledem in dem folgenden Bericht.

Die politische Verfolgung durch den Unrechtsstaat Niederlande war über die Jahre gekennzeichnet durch massiven Staatsterror und Inhaftierungen mit weiteren frei phantasierten “Vorwürfen” unter anderem gegen den Ehemann von Marthijn Uittenbogaard, dem man Pläne zur Produktion von erotischen Filmen mit “Minderjährigen” andichtete und auch Nelson Maatman wurde vorübergehend inhaftiert infolge frech konstruierter “Straftaten”.Gleiches galt ebenso für Ad van den Berg. Inzwischen sind alle Aktivisten wieder in Freiheit.Dahinter stehen neue politische “Strafgesetze” in den Niederlanden, welche die freie sexualpolitische Meinungsäußerung unter Strafe stellt. Der “Anklagevorwurf” unterstellt unter anderem, dass die Vereniging Martijn mittels einer Mailingliste weiter betrieben wurde auch auch die Webseite neu aktiviert wurde. Ebenso soll es auch bei Twitter einen entsprechenden Account gegeben haben. Es werden Äußerungen kriminalisiert, die sexuelle Kontakte zwischen Erwachsenen und Kindern/Jugendlichen positiv darstellen und für die Kinder und/oder Jugendlichen förderlich sein könnten. Ebenso unterstellt man ihnen die grundsätzliche “Schädlichkeit” solcher Kontakte herunterzuspielen bzw. zu verleugnen und diese zu “verherrlichen” inklusive der Aussage, dass Kinder sexuelle Wesen seien. Die Anklageschrift gegen Marthijn Uittenbogaard, Nelson Maatman & Norbert de Jonge kann hier nachgelesen werden. Solche Äußerungen, die schlicht eine Feststellung von Tatsachen sind werden seit diesem Jahr als terroristische Inhalte eingestuft und verfolgt. Begleitet wurde dieser Staatsterror durch eine mediale Hexenjagd, die den Mob derart aufhetzte, dass es zu einem Anschlag auf Marthijn Uittenbogaard und Norbert de Jonge kam, Weitere Details zu den Vorgängen seit 2020 finden sich in den verlinkten Ketzerschriften Artikeln am Ende dieses Beitrags.

Am zweiten Februar 2022 wurde der politische Hexenprozess nun  in Rotterdam eröffnet unter dem Vorsitz des “Richters” D.C.J. Peeck, der von Beginn an keine wirkliche Verteidigung zuließ. Zwei der Angeklagten hatten die Niederlande bereits vor Prozessbeginn verlassen. Nelson Maatman entließ seinen Verteidiger noch vor Beginn der eigentlichen “Verhandlung” . Von diesem Rechtsanwalt war wohl keine effektive Verteidigung zu erwarten und die Farce dieser Instrumentalisierung der Strafjustiz zur menschenrechtswidrigen politischen Verfolgung wurde umso deutlicher. Wie zu erwarten ging es um die Vereniging Martijn und die Partei für Nächstenliebe, Freiheit und Vielfalt war nicht Gegenstand dieser Verhandlung.  Die Staatsanwaltschaft forderte eine Freiheitsstrafe von einem Jahr ohne Bewährung für die Angeklagten. Das “Urteil” soll am 08. März 2022 verkündet werden. Dazu wird hier dann weiter berichtet werden.  Nach dem Urteil sollen die Justizopfer auf eine Liste europäischer Terroristen gesetzt werden.

In Zusammenarbeit mit dem Vizevorsitzenden der PNVD , Ad van den Berg, wurde hier auf den Ketzerschriften eine PNVD-Unterseite in fünf Sprachen erstellt:

 

PNVD

 

Eine Ausbau dieser Kooperation ist geplant, denn “Terroristen”sollten zusammenhalten.

Nelson Maatman nach dem Prozesstag (Video):

After trial: Badly

 

 

Für weitere Informationen und Details siehe hier auch:

 

Sommerloch – kleine Sommerpause 2021 und politische Verfolgung und Justizverbrechen in den Niederlanden (aktualisiert)

Niederlande – wenig Licht viel Schatten

Politische Verfolgung von Menschenrechts-Aktivisten in den Niederlanden setzt sich fort

Licht und Schatten in den Niederlanden

Verhaftung und Einkerkerung eines weiteren Menschenrechts-Aktivisten in den Niederlanden

Menschenrechtsaktivisten in den Niederlanden: Groteske Vorwürfe und ein Mordanschlag

Wenn die Staatsgewalt wütet…

PNVD – Parteiprogramm Übersetzung

 

7 Antworten zu “Politischer Schauprozess in den Niederlanden”

  1. Anonymous sagt:

    Hat denn Deutschland nicht letztes Jahr dieselben ‘Paedophilie verharmlosenden’ Aeusserungen per §173e unter Strafe gestellt, welche in diesem Artikel benannt werden? Ist es klug die Sicht der niederlaendischen Justiz, welche sich mit der deutschen deckt, zu verhöhnen? Damit koennte der Straftatbestand doch schon erfuelllt sein, oder nicht?

    • Leonard Forneus sagt:

      Es handelt sich umd den §176e StGB. Der bezieht sich aiuf “Anleitungen” zum “Missbrauch”; schwammig formuliert im allerweitesten Sinne. Anders als in den Niederlanden umfasst er (noch) kein politisches Kritikverbot an Gesetzen oder irrationalen Annahmen, die dem “Missbrauchs”-Dogma zugrundeliegen, Ausserdem sollten “Terroristen” eben zusammenhalten.

  2. so_long sagt:

    Wie?? Die “Anleitung zum Missbrauch” ist schon ein Straftatbestand?
    Panorama3 hat letzt einen Beitrag gesendet in dem es darum ging wie sehr die übermäßig restriktive Gesetzgebung in Sachen KIPo jugendliche kriminalisiert, die Justiz überlastet und sich Berge von Datenträgern auftürmen die alle durchsucht werden müssen. Damit werden inzwischen wieder private Unternhemen beauftragt. Der Gesetzgeber denkt daher bereits an Nachbesserung, sprich Entschärfung des Gesetzes. Da bin ich mal gespannt wie lange das dauern und welches Geschrei darum gemacht werden wird.

  3. Kiz sagt:

    Ich finde es absolut widerwärtig, wie die friedlichen demokratischen Aktivisten der PNVD bzw. Vereinigung Martijn verfolgt werden und das mitten in Europa. So ein Angriff auf Demokratie und Meinungsfreiheit ist eigentlich ein monströser Skandal, der in den Medien einen Aufschrei der Entrüstung hervorrufen müsste. Dieses unmoralische und tyrannische Fehlverhalten der niederländischen Staatsgewalt ist durch nichts zu rechtfertigen.

  4. Ad van den Berg sagt:

    Ich denke, alle in Europa sind gespannt auf das Urteil der Richter in Rotterdam. Es wird klar sein, dass dieses Urteil die europäische Gesetzgebung bestimmen wird, die die Freiheit von Pädophilen, aber auch von anderen Bürgern Europas weiter einschränkt, bis zu dem Punkt, an dem unsere Demokratie zu einer Diktatur der Mehrheit geworden ist. Umso mehr müssen wir uns auf europäischer Ebene organisieren, um dagegen zu protestieren.

    Schließlich bin ich seit gestern Vizepräsident der PNVD und werde im Notfall den Vorsitz übernehmen.

    Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

  5. rüdiger sagt:

    “Nelson Maatman entließ seinen Verteidiger noch vor Beginn der eigentlichen “Verhandlung” . Von diesem Rechtsanwalt war wohl keine effektive Verteidigung zu erwarten”

    Nelson wollte vor allem verhindern, dass sie es nach aussen so aussehen lassen können, als sei das ein fairer Prozess.

    • Ad van den Berg sagt:

      Das Gerichtsverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Am 8. März wird Nelson über eine Videoverbindung das letzte Wort haben, bevor die Richter in Rotterdam ihr Urteil fällen. Es ist zweifelhaft, ob dies für das Urteil von Bedeutung sein wird. Wir erwarten mit Spannung den 8. März.

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