Hexenprozess vor dem Landgericht Berlin

[ Autor von diesem Artikel: Leonard Forneus ] [ Verfasst am 19 März 2020 ]

Es geht hier natürlich wieder einmal um eine realistisch betrachtet eher geringe Menge von Darstellungen sexueller Selbstbestimmung(sfähigkeit) tatsächlich oder vermeintlich “minderjähriger” Personen (“Kinder– und Jugendpornographie“) Ein Justizopfer, welches bereits mehr als zehn Jahre menschenrechtswidriger Einkerkerung hinter sich hat steht nun erneut wegen des Besitzes und der Weitergabe von politisch im höchsten Maße unerwünschten Informationen vor dem Berliner Inquisitionsgericht und ein weiterer politischer und menschenverachtender Schauprozess nimmt seinen Lauf. Mehr dazu im folgenden Bericht.

Hier wieder einmal ein weiteres kleines Beispiel einer Hexenjagd mit Schauprozess und diversen Menschenrechtsverletzungen durch eine skrpelose Staatsgewalt wenn es um den Besitz und die Weitergabe von Informationen geht, die etwas dokumentieren, dass es nach der staats- und systemtragenden Missbrauchsdoktrin nicht gibt bzw. nicht geben darf. Gemeint ist hier natürlich die Fähigkeit zur sexuellen und auch zur sozialen Selbstbestimmung “minderjähriger” Menschen, die eben durch sogenannte “Kinder- und Jugendpornographie” ziemlich eindeutig dokumentiert wird. Wie üblich geht es hier um die Anwendung eines mit Rechtstaat (der nicht mehr vorhanden ist) und Verfassung nicht zu vereinbarenden Täter– und Gesinnugsstrafrechts, welches den Betrachter und/oder Besitzer dieser Information für deren Inhalt ursächlich verantwortlich macht. Nach diesem Prinzip wäre der Besitzer einer Dokumentation über den ersten Weltkrieg ursächlich verantwortlich und wäre als Kriegsverbrecher zu behandeln. Infolge diverser Verschärfungen der bereits in ihrer ursprünglichen Fassung grundgesetzwidrigen Strafbestimmungen (§§ 184b, 184c ,184d und 184e StGB ) können auch reine FKK- oder Aktdarstellunen als “Kinder bzw. “Jugendpornographie” gewertet werden nach Lust und Laune der Strafjustiz. Gleiches gilt für Bilder bekleideter tatsächlich oder vermeintlich “Minderjähriger” insoweit diese “unnatürlich geschlechtsbetont” (was immer das sein soll) posieren. So können dann auch zu pädagogischen/schulischen Zwecken hergestellte Aufklärungsfilme oder ein Bild, das einen Jungen bei einer Sportveranstaltung mit unwesentlich verrutschter Hose zeigt zu einer Hexenjagd mit Wohungsschändung, Raub privater Gegenstände durch die Staatsgewalt und einem politischen Schauprozess führen. Der Umstand, dass es infolge der technischen Möglichkeiten des digitalen Zeitalters (oder auch digiatales Mittelalter) für junge Menschen einfach möglich ist diese sozial- wie sexuell selbstbestimmt zu nutzen zeigt dann am deutlichsten, dass es dem Staat hier nicht um den “Schutz” von Kindern und Jugendlichen vor irgendeiner Art von Gewalt geht, sondern hier eben völlig andere aber sehr zentrale politische Interessen der Machthaber im Mittelpunkt stehen und Kinder und Jugendliche nur für politsche Zwecke instrumetalisiert werden und das bei Bedarf nicht nur als “Opfer” sondern zunehmend auch als “Täter”. Dies geht auch problemlos in Personalunion, denn vonn der Bevölkerung ist ja kein Widerstand gegen diesen offensichtlichen Irrsinn zu erwarten. Über diese Tatsache wurde hier ja bereits mehrfach berichtet. Verweise auf thematisch relevante Artikel erfolgen wie immer am Ende des Artkels. In dem hier behandelten Beispiel hat das Justizopfer bereits mehr als zehn Jahre in menschenrechtsverletzender Art und Weise im Knast verbracht. Soweit man es der Systempresse entnehmen kann ist dies die Folge eines bisherigen Bestehens des Justizopfers auf sein Grundrecht der Informationsfreiheit als Teil der Meinungsfreiheit im Kontext von Darstellungen sexueller Selbstbestimmung tatsächlich oder vermeintlich minderjähriger Menschen. Exemplarisch hier einige Auszüge aus der Hofberichterstattung des Tagesspiegels:

 

 

Der Mann saß bereits mehr als zehn Jahre in Haft. Nun wurden erneut kinderpornografische Videos und Bilder bei ihm gefunden. (…) Kaum war Andi N. wieder frei, hortete er erneut verbotene Dateien: Weil er rund 75.000 kinderpornografische Bilder und Videos besessen und in 14 Fällen strafbares Material an verschiedene Chatpartner verbreitet haben soll, steht der 35-Jährige vor dem Landgericht. Er gestand pauschal. Seine Verteidigerin erklärte am Montag, ihr Mandant habe nun „seine Einstellung zu Therapie und Therapeuten geändert“. Andi N. saß bereits mehr als zehn Jahre in Haft – einschlägig vorbestraft ist er. 2013 erhielt er dreieinhalb Jahre Gefängnis. „Das Problem ist, dass ich damals eine Therapiemöglichkeit nicht besser genutzt habe“, so der Mann. Zu Straftaten sei es immer wieder wegen seiner sexuellen Orientierung gekommen, so die Verteidigerin. (…) Er wurde nach Verbüßung der letzten Haftstrafe unter Führungsaufsicht gestellt, soll aber gegen Meldeauflagen verstoßen haben. Im Februar 2019 sei es deshalb zu Durchsuchungen bei ihm gekommen, hieß es am Rande des Prozesses. (…) Ermittler fanden massenhaft Kinderpornografie – genau 62.377 Bilder und 12.624 Videos mit einer Gesamtlaufzeit von 33 Tagen. Seitdem befindet sich N. wieder in Haft. Der Prozess wird am 16. März fortgesetzt.

 

Quelle/vollständiger Text: Der Tagesspiegel: Prozess gegen 35-Jährigen vor Berliner Landgericht 75.000 kinderpornografische Dateien bei Angeklagten gefunden (von Kerstin Gehrke)

 

Es ist wie immer die gleiche Art der “Berichterstattung” irgendwo zwischen unterwürfiger kritikloser Hofberichterstattung und Erfüllung des verordneten Propagandaauftrags. In unseren digitalen Zeiten eines schnellen Internets ist die Anzahl der Dateien, die hier grund- und menschenrechtswidrig kriminalisiert werden eher gering bis durchschnittlich. Trotzdem präsentiert man solche Zahlen immer gern um die zu verhetzende Leserschaft in die gewünschte Hysterie zu versetzen und gleichzeitig den gewünschten Hass auf das Justizopfer zu erzeugen und somit jegliches kritisches und hinterfragendes Denken sicher ausschließen zu können. Da auch hier die inkriminierten Dateien durch eine menschenrechtsverletzende Wohnungsschändung in den Besitz der Staatsgewalt gelangten bleibt dem Justizopfer auch nichts anderes übrig als seine “Taten” pauschal zu “gestehen”. Sehr deutlich zeigt sich an diesem Beispiel die konsequente Anwendung des oben erwähnten mit rechtsstaatlichen Prinzipien nicht kompatiblen Gesinnungsstrafrechts. So beginnt wie abgesprochen das verlogene Therapiegequatsche von allen Seiten und man sprich von “Straftaten” infolge einer “sexuellen Orientierung” sprich Gesinnung und meint Handlungen, die lediglich die Beschaffung und Weitergabe von Informationen beinhalten. Information, die dokumetieren, dass diese “sexuelle Orientierung” eben nicht zu Straftaten führen, die man auf Basis der Grund- Menschenrchte als solche definieren könnte. Es zeigt sich eben wieder nur eine Fähigkeit zur sexuellen und sozialen Selbstbestimmung, die laut einer im höchsten Maße strafbewehrten Staatsdoktrin nicht geben darf. Um gegen die politisch unerwünschte Beschaffung von Informationen (die es offiziell eben nicht gibt) durch das Justizopfer auch in Zukunft vorzugehen  greift man wie immer zu dem Mittel der politischen Gehirnwäsche und nennt dies dann “Therapie” Das Justizopfer lässt sich auf das verlogene Theaterspiel ein und unterwirft sich von langer Haft zermürbt der Staatsgewalt mit ihren ideologischen Lügen. Auch die Anwendung des verfassungsrechtlich äußerst zweuifelhaften Mittels der Führungsaufsicht zeigt, dass es hier um zentrale machtpolitische Interessen des System geht und nicht um die Schutz eines nicht vorhandenen Rechtsgutes. Auch dies Unterwerfungsstrategie des Angeklagten wird ihm am Ende nichts nutzen, denn hier wird voraussichtlich wieder einmal ein politisches Exempel statuiert werden.

Siehe unter anderem hier auch:

Winterpause beendet – Bundestag beschließt Ausweitung des Gesinnungsstrafrechts

Bundesrat – Gesetzentwurf: Politisch unerwünschte sexuelle Selbstbestimmung – Lebenslänglich im Führungszeugnis?

Nachtrag: CSU möchte Kinder in den Knast schicken

Kein Kinderkram in Neuwied

Zweite Justizposse gegen das Justizopfer Kevin F. – Urteil Acht Jahre Knast

Lehrer und Schüler…

Lügenpropaganda nimmt Schulen ins Visier

Schlimmer gehts nimmer: Hexenjagd infolge eines Bildes, das einen bekleideten Jungen zeigt

BRD Gesinnungsstrafrecht: Wenn ein Aufklärungsfilm zur “Kinderpornographie” mutiert

Nachtrag: Pornohysterie – und keiner hat es gesehen

Sexualstrafrecht – Justizverbrechen – Menschenrechtsverletzungen Grundrechteabbau – totalitärer Staat

Buchtipp: Uncle Sam’s Sexualhölle erobert die Welt…

Pornografie und Jugend – Jugend und Pornografie (Prof. Dr. habil. Kurt Starke )

Pornografie und Jugend – Jugend und Pornografie II – Das Konstrukt der Schädlichkeit von Pornografie (Prof. Dr. habil. Kurt Starke)

Das Lügenmärchen von der “kindlichen Unschuld” (I)

Das Lügenmärchen von der “kindlichen Unschuld” (II)

BRD-Sexualstrafrecht – ein vergifteter USA-Import

Das impotente Kind – Sexualmoral vs. Ethik (GiGi Nr. 38)

u. a. m.

 

 

 

2 Antworten zu “Hexenprozess vor dem Landgericht Berlin”

  1. kommentar sagt:

    Aber wegen was saß der Mann denn schon mehr als 10 Jahre in Haft? Geht aus dem Artikel nicht eindeutig hervor. Alles wieder sehr schwammig unf unklar.

    • Leonard Forneus sagt:

      Die Quelle bzw. auch vergleichbare Artikel sind in dieser Frage nicht eindeutig. Soweit man es eben heraus lesen kann und das wird in meinem Text auch so geschrieben waren alle Verurteilungen eine Folge des Besitzes/der Verbreitung von “Kinder- bzw- Jugendpornographie”. Auf jeden Fall hat aber alles mit “sexuellen Orientierungen o. ä.” zu tun. Soviel kann man entnehmen.

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