Hexenprozess gegen Ratsherren aus Delmenhorst wird fortgesetzt

[ Autor von diesem Artikel: Leonard Forneus ] [ Verfasst am 01 November 2015 ]

Der Hexenprozess gegen den Ex-Grünen Delmenhorster Ratsherren Henning Suhrkamp  infolge der menschen- und grundrechtswidrigen Strafparagraphen §§ 184b , 184c  und 184d StGB wurde zwischenzeitlich fortgesetzt und ist aktuell noch nicht abgeschlossen. Über diese Justizposse wurde hier bereits berichtet   Dieses für viele vergleichbare Verfahren jenseites rechtsstaatlicher Verhältnisse typische Beisspiel zeigt in aller Deutlichkeit wie ein  Gesinnungs– bzw. Täterstrafrecht in der BRD etabliert wird.

Dieser “Fall” zeigt sehr schön exemplarisch wie die vielfach verschärften Strafgesetze in Sachen bildlicher Darstellungen sexueller Selbstbestimmung von tatsächlichen oder vermeintlichen “Minderjährigen” im Sinne des politischen Ziels eines  radikalen Abbaus von Bürger- und Menschenrechten umgesetzt werden. Es wird deutlich, dass Herr Suhrkamp “schuldig” ist und vorverurteilt wird weil er als “Perverser”eingestuft wird. Diesen Schluss zieht man dann aus Bildern von unbekleideten männlichen Jugendlichen, die sich der Kommunalpolitker angeschaut haben soll. “Dank” der “Lex-Edathy” kann inzwischen nahezu jedes Bild eines jung aussehenden Menschen, egal ob nackt oder bekleidet zur sogenannten “Jugendpornographie” erklärt und allein ein eventuell stattgefundenes Betrachten inquisitorisch verfolgt werden. Erst vor einigen Jahren wurde im Rahmen einer anderen Verschärfung die erotische Darstellung von tatsächlichen und vermeintlichen Jugendlichen bzw. der Besitz solcher Bilder/Filme kriminalisert und unter spürbare Strafandrohungen gestellt.  Ein weiteres Ziel dieser verbrecherischen Gesetzgebung ist eher am Rande,  die Förderung von Blockwartmentalität und Denunziationsbereitschaft in der Bevölkerung, denn wenn politisch erfolgrich Misstrauen gesäht wird und am Ende jeder jeden verdächtigt “pervers” zu sein wird es kaum zu nennenswerten Widerstand gegen  die Politik von Staat und Regierung kommen. Das auch diese politsche Absicht erfolgreich “Früchte” trägt zeigt dieses Strafverfahren jenseits jeglichen Rechtsstaates. Dazu ein Auszug eines Artikels eines regionalen Presseerzeugnisses:

 

 

“Am 26. Oktober 2015 fand die Berufungsverhandlung im Fall Suhrkamp statt.Ratsherr Henning Suhrkamp war vom Amtsgericht Delmenhorst am 10. Februar 2015 wegen des Besitzes kinder- und jugendpornografischer Schriften zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen à 30 Euro verurteilt worden. Henning Suhrkamp beteuerte auch nach dem Urteil seine Unschuld und ging in Berufung. Auch die Staatstanwaltschaft ging in Berufung, da sie 120 belastende Internet-Cache-Dateien, die auf dem Laptop von Henning Suhrkamp gefunden worden waren, beim erstinstanzlichen Urteil als nicht ausreichend gewürdigt sah. (…) Nächster Verhandlungstermin ist der 12. November 2015, 9 Uhr. Ein etwa daumendicker DIN A-4-Hefter in einem zurückgelassenen Karton zwischen einem Schrank und dem Fenster in einem Zimmer in Suhrkamps ehemaliger Wohnung kam der Zeugin merkwürdig vor. (…) Diese DIN-A-4-großen Ausdrucke zeigten Kinder ohne Kleidung am Strand oder ohne Kleidung auf der Wiese, mehrere dieser Blätter habe die Zeugin gesehen (…) Während die Zeugin es für unmöglich hielt, deswegen zur Polizei zu gehen, weil damit die Existenz des Ratsherrn Suhrkamp bedroht sei, wandte sich eine andere Zeugin mit dem Material an die Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Jungen und Mädchen. Dort wurde schnell gehandelt und die Polizei eingeschaltet. Da zwischenzeitlich verschiedene Leute Zugang zur besagten Wohnung hatten, ließ sich auch heute nicht eindeutig klären, ob das in der alten Wohnung zurückgelassene Material Henning Suhrkamp gehört. Henning Suhrkamps ehemalige Freundin sollte ebenfalls als Zeugin gehört werden. Sie hatte in erster Instanz angegeben, dass sie in einem der Tatzeiträume zwischen Weihnachten und Neujahr ununterborchen mit Suhrkamp zusammengewesen war und er nicht im Internet gewesen sei. Das Gericht hielt die Aussage der Zeugin für wenig glaubwürdig. delmenews.de hatte anschließend darüber berichtet, dass es Facebook-Postings von Suhrkamp aus der fraglichen Zeit gebe. Auch das wurde heute vor Gericht thematisiert. Suhrkamps Rechtsanwalt Bernd Idselis sagte heute, Suhrkamp sei in der besagten Zeit zwar im Internet gewesen, aber nicht mit seinem Laptop. (…) Gegen die Zeugin läuft aufgrund ihrer vor dem Amtsgericht getätigten Äußerungen inzwischen ein Verfahren wegen Falschaussage, weswegen sie sich heute im Suhrkamp-Prozess auch nicht äußern wollte. Daraufhin stellte Rechtsanwalt Idselis einen sogenannten Aussetzungsantrag. Das Verfahren gegen Suhrkamp solle so lange ausgesetzt werden, bis das Verfahren gegen die Zeugin abgeschlossen sei. „Sie ist unsere einzige Zeugin“, sagte Idselis. Und die werde seinem Mandanten nun genommen. (…) Da sich die Staatsanwaltschaft auch auf belastendes Material im Cache des Browsers von Suhrkamps Laptop konzentriert hatte, soll ein Sachverständiger hinzugezogen werden, die genauen technischen Abläufe zu erklären. (…) Die Staatsanwältin ließ heute keinen Zweifel daran, dass in ihren Augen auch eine höhere Geldstrafe oder gar eine Haftstrafe in diesem Verfahren im Bereich des Möglichen sei. Henning Suhrkamp selbst äußerte sich nicht zu den Vorwürfen, sein Anwalt Bernd Idselis riet ihm davon ab. “

 

Quelle/vollständiger Text: Delmenews.de: Noch immer kein Urteil im Suhrkamp-Prozess

 

Wenn man einmal mit Verstand und Vernunft diese Vorgänge betrachtet müsste eigentlich jeder halbwegs historisch-philosophisch-politisch gebildete Mensch aufschreien und erkennen, welches absurde Unrecht hier mit behördlicher Genauigkeit begangen wird. Worum geht es hier eigentlich? Um ein paar Bilder nackter männlicher Jugendlicher, die sicher ästhetischer sind als die allseits erlaubten Breitarsch und Tittenbilder von nuttigen Weibern. Nun wird weder durch die einen- noch durch die anderen Bilder irgendjemand geschädigt und alles andere ist Privatsache. Ein strafrechtliches zu schützendes Rechtsgut lässt sich unter  Einhaltung rechtsstaatlicher Regeln jedenfalls nicht herleiten. Herr Surkamp hätte ebensowenig wie der tumbe Hauptschulversager, der lüstern auf die dicken Titten in der BLÖD-Zeitung starrt irgendeinen Menschen geschädigt. Alles andere ist letztlich Geschmackssache. Es geht offenkundig um die Durchsetzung einer ideologisch staatstragenden rückständigen christlich-kapitalistisch-feministischen absurden Moral. Und diese wird mit allen Mitteln durchgesetzt und das Opfer strafrechtlich zur Strecke gebracht und gleichzeitig existenziell kaputt gemacht – genau so ist es seitens der Staatsmacht gedacht wenn es um vermeintliche “Volkschädlinge” geht. Zusammengefasst kann man festhalten, dass das Betrachten bzw. der Besitz von Filmen, Bildern und/oder Schriften, wie es in den staatskriminellen Gesetzen formuliert ist, in keinem wirklichen Rechtsstaat ein Straftatsbesand sein dürfte, da dies ein Teil der grundgesetzlich garantierten Informatiosnfreiheit (als Teil der Meinungsfreiheit) ist. Der Bestitz oder das Anschauen von Bildern/Videos kann genauso wie das lesen von Texten keine Schaden anrichten bzw. irgendwelche “Opfer” produzieren. (Grundvoraussetzung für eine Strafbarkeit in einem Rechtsstaat mit Tatstrafrecht)  Jeder Staat,  der hier erheblich strafbewehrte Verbote schafft kann per Defintion tendenziell als faschsitisch/totalitär bezeichnet werden.

An dem vorliegenden Beispiel kann man erkennen, wie ein eigentlich nicht vorhandener “Tatbestand” bis ins Detail aufgedröselt wird und aufgrund der “Rechtslage” der Verteidigung auch nichts anderes übrig bleibt als mittels Haarspalterei und jedem moch so kleinen Zweifel oder Widerspruch, die “Beweiskette” der Staatsanwaltschaft zu erschüttern um für ihren Mandanten den Freispruch zu erreichen. Völlig von inquisitorischen Eifer nach Hexenjägerart gepackt droht die Staatsanwaltschaft mit eventueller Haftstrafe um “der Hexe” einer aus Sicht der Hüter der moralischen Volksgesundheit einen ihrer “Perversion” angemessenen Scheiterhaufen zu bereiten. Als Grund hierfür müssen 120 Internet-Cache-Dateien herhalten. Das sind automatische Speicherungen von Dateien auf Webseiten, die besucht wurden ohne, dass diese Dateien, wie z. B. Bilder willentlich vom Benutzer abgespeichert wurden.  Auch dieser Umstand zeigt den  unbedingten Vorsatz Unrecht begehen zu wollen, gepaart mit Vernichtungswillen zur größt möglichen Schadenmaximierung beim möglichen Justizopfer.  Auch die abscheuliche Rolle von in angeblichen “Kinderschutzvereinen” mit ihren “Beratungsstellen” organisierten hysterischen Missbrauchskreichen wird hier wieder klar erkennbar. Diese Vereine mit “lustigen Namen”, wie unter anderem “Wildwasser“, Zartbitter“, “Tauwetter” , “Glasbrechen“, “Dunkelziffer“, “Zornrot” und “Zornröschen” sowie viele andere mehr wären eigentlich hochgradig lächerlich wären sie  nicht so gefährlich und finanzstark. Die Gefährlichkeit zeigt auch auch hier wieder als mitauslösende Ursache für diesen modernen Hexenprozess. Derartige gewissenlose Organisationen verbreiten Hysterie und Desinformation und gelangen dadurch an beachtliche Spendengelder. Im übrigen profiliert man sich, wie auch in der hier behandelten Sache durch Denunziation und somit als Auslöser einer Hexenjagd.  Letztlich geht es hier auch nur um Gewinnmaximierung; allerdings nicht zuletzt auf Kosten unschuldiger Menschen. Der Prozess wird am 12. November  fortgesetzt und man wird dann sehen welches “Urteil” am Ende gefällt wird.

Siehe in diesem Zusammenhang auch:

K13-Online: GRÜNER Ratsherr in Delmenhorst bestreitet weiterhin Besitz von Kinder- und Jugendpornos: Landgericht vertagt Berufungsverhandlung auf den 12. November 2015 um 9 Uhr

 

Zitat:

“Ich habe mir nichts vorzuwerfen – ich bin unschuldig”, hatte Suhrkamp auf K13online-Anfrage mitgeteilt. Er versuche weiterhin, sich als fraktionsloses Mitglied im Rat der Stadt Delmenhorst für die Interessen seiner Wähler einzusetzen. Das sei jedoch schwierig, weil er ausgegrenzt werde. Von seinen Ratskollegen fühle er sich vorverurteilt. “

 

Dieses Statement führt deutlich vor Augen, wie sehr der missbrauchsideologische Irrsinn auch in Bezug auf Bild- und Filmproduktionen gesellschaftlich verinnerlicht wurde (bzw. dementsprechend geheuchelt wird)  und allein der Verdacht jemand könnte das Bild eines nackten Jugendlichen gesehen haben zur kompletten ausgrenzung und offenen Verachtung führt. Stünde z. B.  der Verdacht des Waffenhandels (damit tötet man Menschen) im Raum gäbe es mit  an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinerlei Ausgrenzung sondern weiterhin die traute Zusammenarbeit wie gehabt, denn für (blutige) Proftgier hätte in unserem verlogenen kapitalistischen System (fast) jeder Verständnis. Die verheuchelte Moral wird kostenneutral, wie auch dieses Fallbeispiel aus Niedersachsen zeigt, in einen imaginären Bereich eines Glaubenskonstrukts verschoben. Verachtungswürdiger und widerlicher war ein politisches System schon recht lange nicht mehr.

Für weitere Informationen zu diesem Fall von menschenrechtswidriger Justiz und weiteren Grundsatzinformationen zum Themenkomplex bildlicher Darstellungen sexueller Selbstbestimmung junger Menschen (sprich “Kinder– und Jugendpornographie“) siehe auf dieser Seite:

 

Hexenprozess gegen Ratsherren aus Delmenhorst (Niedersachsen)

 

Eine komplette Darstellung zum Thema inkriminierter jugendlicher Erotik (diffamiert als “Kinder- und Jugendpornographie”) findet sich auf dieser Webseite unter anderem hier:

 

Siehe unter anderem ferner:

26.01.2015 – Rechtsstaat endgültig BRDigt – Verschärftes Sexualstrafrecht in Kraft getreten

Pubertätsmystik- extended- von Kurt Hartmann

Buchtipp: Uncle Sam’s Sexualhölle erobert die Welt…

 

Landgericht-Oldenburg-Logo

Suhrkamp2

Justizopfer_Ohnmacht

justiz_brd-gerichte

4 Antworten zu “Hexenprozess gegen Ratsherren aus Delmenhorst wird fortgesetzt”

  1. Helmut Kienzle sagt:

    Ich beziehe mich nur auf:

    “Ein etwa daumendicker DIN A-4-Hefter in einem zurückgelassenen Karton zwischen einem Schrank und dem Fenster in einem Zimmer in Suhrkamps ehemaliger Wohnung kam der Zeugin merkwürdig vor.”

    Da müßte es doch eigentlich ein daktyloskopisches Gutachten gegeben haben. Das könnte Auskunft darüber geben, ob S. den Ordner oder die Blätter mit den Abbildungen überhaupt angefaßt hat. Sind seine Fingerabdrücke auf den meisten der Blätter oder wenigstens auf dem Ordner denn gefunden worden? Wenn ja, hätte S. schlechte Karten, zumal es ja auch noch die Dateien im Cache gäbe. Sollte es aber gar kein Gutachten geben, dann wäre das ein schwerer Ermittlungsfehler, der die sofortige Verfahrenseinstellung nach sich ziehen müßte.

    Was die angebliche Falschaussage der Freundin angeht: Ihre Aussage bezog sich selbstverständlich nur auf den Laptop; denn in seinem Cache waren ja die Dateien gefunden worden. Die Zeugin kann halt nur bestätigen, dass der S. den Laptop im fraglichen Zeitraum nicht benützt hat. S. kann aber sehr wohl an einem Desktop PC gesessen haben. Was er da gemacht haben könnte ist aber gänzlich unerheblich, weil auf einem Desktop PC ja nichts gefunden wurde, oder? Ihre Aussage: “nicht im Internet gewesen” wäre dann zwar genau genommen unrichtig, aber auch ein verzeihlicher Lapsus, sofern es sich nicht etwa um eine eidesstattliche Versicherung gehandelt haben sollte.
    Ein Vorsatz ließe sich jedenfalls nicht nachweisen.

    Also wie war das mit dem aktyloskopischen Gutachten?

  2. Erika Meier sagt:

    Genau! Wessen Fingerabdrücke befanden sich auf dem Ordner oder Klarsichthüllen bzw. den Blättern mit den Bildern? Doch mit Sicherheit die Fingerabdrücke der Zeuginnen! Weshalb wurde gegen die nicht ermittelt? Weil sie als weibliche Zeuginnen sowieso außerhalb jeden Verdachts stehen? (Man stelle sich vor, bei einer Mordermittlung werden die Fingerabdrücke des Zeuegn, der die Tat beobachtet haben will, an der Tatwaffe gefunden, nicht aber die Fingerabdrücke des Hauptverdächtigen!).
    Weshalb sollten die Dateien im Cache schwerer wiegen als die Fingerabdrücke? Die bisherigen Darstellung des Falles läßt noch weitere wichtige Fragen offen. Z.B.: läßt sich aus dem Cache denn nachweisen, dass gerade die bewußten Abbildungen auf den Blättern mit dem Laptop heruntegeladen wurden? Der Fall ist interessant, und einer sehr ausführlichen Betrachtung wert, die hier erfolgen könnte, sobald der Fall abgeschlossen ist.

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