und wieder Hexenjäger auf Raubzug…

[ Autor von diesem Artikel: Leonard Forneus ] [ Verfasst am 13 Juni 2015 ]

…im Namen der Moralinquisition.  Wieder einmal strömten sie aus wie Wanderheuschrecken und fielen wohnungsschändend und raubend in der halben Bananenrepublik über ihre Opfer her, weil sie möglicherweise filmische und bildliche Darstellungen sexueller Selbstbestimmung von vermuteten sogenannten “Minderjährigen” in ihrem Besitz haben könnten.Hier wieder einmal exemplarischer Fall von vielen, die in diesem verotteten Land infolge ständiger Gesetzesverschärfungen immer häufiger vorkommen. Mit einem unglaublichen Personalaufwand werden Menschen verfolgt, gedemütigt und in ihrer  Wohnung ausgeraubt weil sie eventuell ihr Grundrecht auf informelle Selbstbestimmung wahrgenommen haben. Die Systempresse berichtet wie immer mit nahezu gleichen Worten in denen die übliche desinformierende Propaganda verpackt wird. Hier ein paar exemplarische Auszüge:

 

 

“Die Polizei hat am Mittwoch die Wohnungen von zwölf Tatverdächtigen in Hessen durchsucht. Sie stehen im Verdacht, kinderpornographisches Material besessen und verbreitet zu haben. (…) Über Whatsapp, Skype oder Mail soll ein Ring aus 80 Personen kinderpornografische Inhalte ausgetauscht haben. Nun ging die Polizei in acht Bundesländern gegen die Gruppe vor. In mehreren Bundesländern hat die Polizei Wohnungen im Kampf gegen einen Kinderpornografie -Ring durchsucht. Insgesamt wird gegen 80 Tatverdächtige ermittelt. Via Mail, Whatsapp oder Skype sollen sie sich zwischen September 2011 und Mai 2014 über den sexuellen Missbrauch von Kindern unterhalten haben und kinderpornografische Bilder und Videos ausgetauscht haben, so die Fahnder. (…) Durchsuchungsaktionen gab es am gestrigen Mittwoch in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt, so teilte die Generaltstaatsanwaltschaft Frankfurt mit. Zahlreiche digitale Datenträger sowie weitere Beweismittel seien sichergestellt worden. Schwerpunkte der Aktionen in Hessen seien der Süden und die Mitte des Landes gewesen. (…) Ausgelöst hatte den Einsatz ein Ermittlungsverfahren gegen einen 36-Jährigen aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg. Dessen Wohnung war am 5. August vergangenen Jahres im Rahmen eines bundesweiten Einsatzes durchsucht worden. Mit Hilfe des dabei beschlagnahmten umfangreichen Datenmaterials gelang es, insgesamt 80 Tatverdächtige im gesamten Bundesgebiet zu identifizieren. An den Durchsuchungen in Hessen waren laut Staatsanwaltschaft rund 50 Beamte des Landeskriminalamts beteiligt. Es seien „eine Vielzahl digitaler Datenträger sowie weitere Beweismittel“ sichergestellt worden. Die Daten von den PCs, Tablets, CDs, DVDs oder Sticks werden nun ausgewertet.”

 

Quellen/vollständige Texte:

Augsburger Allgemeine: Kinderporno-Ring: Durchsuchungen in acht Bundesländern

Frankfurter Rundschau: Kinderpornos entdeckt

 

Wie immer hauen die Propagandisten der Systempresse gleich ordentlich auf die Pauke wenn es um die Verfolgung schuldoser Menschen infolge verbrecherischer Moralparagraphen, §§ 184b und 184c StGB geht mit denen man in der deutschen Bananenrepublik erfolgreich ein Täterstrafrecht (wieder)eingeführt hat. Man weis wie üblich nicht genaues aber jedenfall gibt es immer einen “Kinderpornoring” und man hat vermeintliche “Kinderpornos” bereits entdeckt. Offensichtlich scheinen Programme wie Skype (Internettlefonie) “sehr viel Wert” auf Datenschutz zu legen und ihre Benutzer regelrecht auszuspionieren ob sie nicht über unerwünschte Themen reden. Sobald offensichtlich irgendwelche Reizworte fallen wird die Staatsmacht informiert und die Braunhemden rüsten sich als Überfallkomando zur Hexenjagd.  Statt sich um echte Kriminalität mit realen Opfern zu kümmern nimmt man in nur einem Bundesland 50 Beamte her um Menschen, die niemanden geschadet haben einen solchen in erheblichen Umfang zuzufügen. Nachdem diese Menschen ausgeraubt wurden kann abermals vermuten, dass sich eine solche von missbrauchideologischer Moralpanik und inquisitorischen Eifer getragenen Aktion wieder weitgehend als “heiße Luft” entpuppt und einmal mehr erhebliche Mengen Steuergelder sinnlos verpulvert wurden. Natürlich sind solche flächendeckenden Menschenrechtsverletzungen für das staatliche Interesse des Abbaus von Grundrechten und Ausbaus eines repressiv-totalitären Systems äußerst sinnvoll, denn begleitet von der Propaganda der gleichgeschalteten Lügenpresse ernetet man auch noch den Beifall eines politisch verblödeten und seit Jahrzehnten manipulierten Volkes. Natürlich gilt auch hier, dass infolge der letzten menschenrechtswidrigen Gesetzesverschärfungen  auch  reine Nacktaufnahmen von vermeintlich oder tatsächlich “minderjährigen” Personen zu Kinder- bzw. Jugendpornographie erklärt werden können. Dies gilt ebenso für bildliche Darstellungen von bekleideten jungen Menschen, wnn diese irgendwie “posieren”. Letztlich herrscht in diesem Bereich jetzt vollständige juristische Willkür, was auch genau so gesetzgeberisch beabsichtigt ist. In diesem Kontext sei nochmals an nachfolgende Ausführungen auf dieser Seite erinnert:

 

“(…) Wenden wir uns nun einem medial äußerst beliebten Unterthema der „Kindesmissbrauchs”-Hysterie zu; den „Bildergeschichten” – sprich so genannte „Kinder- und Jugendpornographie”. Dass ein Staat Bilder bzw. Filme, die ein menschliches Auge wahrnimmt unter zunehmend schärfere Strafen stellt und bezüglich dieser Wahrnehmung eine giganmtische Hexenjagd startet hat sich zweifelsfrei in faschistische Strukturen begeben. Es war im übrigen die heutige Justizministerin Leutheuser-Schnarrenberger, die in ihrer ersten Amtszeit unter Kohl auf die „glorreiche Idee” kam Vernunft und Grundrechte an dieser Stelle einmal komplett aus dem Weg zu räumen. Würde man den hier angewendeten geistigen Wahn zum Prinzip erheben würde dies folgendes bedeuten; Hat jemand, zum Beispiel in einen Geschichtsbuch Bilder von Kriegsverbrechen, getöteten Soldaten, ermordeten KZ-Insassen oder ähnliches würde er allein durch den Besitz dieser Bilder für die Dinge die dort zu sehen sind mitverantwortlich gemacht und entsprechend hart bestraft werden. Das wäre natürlich offenkundig absurd – aber genau so passiert es bei harmlosen jugendlichen Erotikdarstellungen und mitunter selbst bei kritischen Texten, die entsprechende Dinge beschreiben. Im übrigen darf jeder Mensch inklusive Kinder sich Bilder und Filme, die übelste Gewalttaten zeigen selbstverständlich straffrei annsehen. (z. B. in den Nachrichten der Systemmedien) In der Ausgabe Nr. 38 des sexualpolitischen Magazins „GiGi” gab es weitere treffende Ausführungen zu diesem Thema:

„Ein Unterthema von „Kinderschänder“ ist Kinderpornographie. Ob nun jemand einen tatsächlichen oder sogenannten sexuellen Mißbrauch von Kindern aufzeichnet oder nicht, ist genauso unerheblich, wie wenn eine sonstige Straftat aufzeichnet wird. Selbst der Staat verargumentiert die öffentliche Überwachung unter anderem damit, daß Straftaten aufgezeichnet und angeblich verfolgbar würden. Nach diesem Credo würde er zum Kinderpornoproduzenten werden, wenn er die Möglichkeit hätte, seine Kameras in den Schlafzimmern der Kinder aufzustellen. Es wäre geradezu lächerlich, freie Bürger wegen des Besitzes eines Dokuments zu belangen, das eine Straftat schildert. Bei Kinderpornographie scheint das anders zu sein. Sie weist zwei Aspekte auf, die sie für das Repressionssystem interessant machen: Daß es erstens um angeblichen oder tatsächlichen sexuellen Mißbrauch von Kindern geht, bei diesem Thema die Meinungen gleichgeschaltet sind und sich so repressive Maßnahmen ohne großen Widerspruch realisieren lassen und zweitens die Verbreitung von Kinderpornographie im Internet stattfindet, dessen technisch-freiheitliches System des ungehinderten Informationszugangs der repressiven Machtelite ein Dorn im Auge ist. Hinzu kommt, daß, wie schon zu Sokrates’ Zeiten, Kinder- und Jugendschutz immer dann zur Scheinlegitimation von Repression mißbraucht wird, wenn alle anderen Scheinargumente selbst dem desinformierten Bürger zu fadenscheinig erscheinen und folglich versagen. Kinder und Jugendliche sind für Mißbrauch prädestiniert. Allerdings weniger zu sexuellen Zwecken als zu politischen. Diese Form des Kindesmißbrauchs, der tatsächlich gesellschaftlich relevant ist, findet jedoch keinen Niederschlag im Strafgesetzbuch. Denn das wird ja von den politischen Kindesmißbrauchern selbst geschrieben. (…) Ein weiterer Grund, weshalb sich Kindesmißbrauch und Kinderpornographie in geradezu idealer Weise zum Abbau von Grundrechten eignen, ist, daß der Standardnormalo sich nicht betroffen fühlt. In Verbindung mit dem gezielt geschürten Haß auf manche sexuell Andersempfindende stimmt er jeder repressiven Maßnahme gegen die als Untermenschen ausgemachten „Perversen“ zu, ohne zu merken, daß dabei Rechtsprinzipien geschaffen werden, die seine eigene Freiheit zersetzen. Dabei steht das absolute Kinderpornographieverbot rechtsstaatlich betrachtet auf wackeligen Beinen. Als Kinderpornographie gelten pornographische Darstellungen, die den sogenannten sexuellen Mißbrauch von Kindern darstellen. Hierbei gelten solche Handlungen als sexueller Mißbrauch von Kindern, wie sie in §176 StGB festgehalten sind. §176 StGB wiederum bezeichnet jede sexuelle Handlung an oder vor einem Kind (also einer Person unter 14 Jahren) als sexuellen Mißbrauch, davon unberührt, wie alt die handelnden Personen sind und ob die sexuellen Handlungen in gegenseitigem Einverständnis erfolgten oder nicht.

Die Gesetzgebung auf diesem Feld läßt sich am besten als juristischer Amoklauf beschreiben. Erste Anzeichen deuteten sich schon an, weil nicht etwa nur die Herstellung von Kinderpornographie als Straftatbestand gewertet wurde, sondern auch ihre Verbreitung und ihr Besitz sowie der Versuch der Besitzverschaffung. Schon hier klafften Strafrecht und Ethik weit auseinander, weil weder die Verbreitung noch der Besitz und schon gar nicht der Versuch der Besitzverschaffung eines Dokuments, das eine ohnehin zweifelhafte Straftat ohne geschütztes Rechtsgut festhält, ein ethisches Unrecht ist. Tatsächlich verbirgt sich dahinter ein Rückfall in die Zeit der Sittenmoral im Strafrecht. Und zwar schlimmer, als sie je gewütet hat: Auf einmal ist die sexuelle Gesinnung und nicht eine auch nur vorgeschobene Handlung (der §175 in der Nazi-Fassung erfaßte selbst verliebte Blicke unter Männern als homosexuelle Handlung) Gegenstand strafrechtlicher Verfolgung. Als bestrafungswürdig betrachtet das „gesunde Volksempfinden“ solche Menschen, die diese „perversen“ Bilder zur sexuellen Stimulierung konsumieren, während der tapfere Polizist die Möglichkeit haben soll, durch straffreie Verbreitung von Kinderpornographie die „Perversen“ zu fangen (6) und selbst tagelang professionell Kinderpornographie zu konsumieren. Tatsächlich zeigt sich das „gesunde Volksempfinden“ hierbei sogar näher an der Realität als die Politik: Durch seine Einschätzung glaubt es den fadenscheinigen Begründungen des Gesetzgebers nicht, will aber dafür ein Gesinnungsstrafrecht einführen, das wiederum der Gesetzgeber nicht offen zutage treten lassen will und sich darum auf fadenscheinige Begründungen stützt. Das entspricht im übrigen genau Martin Danneckers These der Ungleichzeitigkeit bei sexuellen Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern. Nur sind die Partizipanten hier die Bürger und die Politik.” (….)

 

Der komplette Artikel und Grundsatztext dazu findet sich auf dieser Seite unter dem Titel:

 

Sexualstrafrecht – Justizverbrechen – Menschenrechtsverletzungen Grundrechteabbau – totalitärer Staat

 

siehe unter anderem auch:

 

Hexenjäger wieder auf Raubzug

Verhetzung und Lügenpropaganda bei “Report München” (ARD/BR)

Der Irrsinn geht weiter

Nachbetrachtung – “ARD: Schattenwelt, das grausame Milliardengeschäft mit der Kinderpornographie”

ARD/MDR: Lügen, Verhetzung und Desinformation statt FAKTEN

Spitzelei und Zensur durch NSA, GCHQ und Google getarnt als vermeintlicher “Kampf” gegen “Kinderpornographie”

 

und;

 

K13-Online: Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität(ZIK) nimmt Whatsapp, Skype und E-Mails ins Visier: 80 Verdächtige erhalten Durchsuchungen wegen angeblicher Kinderpornografie

 

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2 Antworten zu “und wieder Hexenjäger auf Raubzug…”

  1. kolibiri sagt:

    ZITAT: “In mehreren Bundesländern hat die Polizei Wohnungen im Kampf gegen einen Kinderpornografie -Ring durchsucht.”

    Wenn schon, dann: Hat die Polizei im Kampf…usw….Wohnungen durchsucht. Oder waren die Wohnungen im Kampf?

    mfg

    • Leonard Forneus sagt:

      Ob die Wohnungen sich in einem Kampf befunden haben bleibt das Geheimnis des Autors des zitierten Zeitungsartikels…? Es ist nicht unwahrscheinlich, dass diese beim schreiben nicht wirklich denken bzw. sowieso nur voneinander abschreiben…

      mfg…

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