Jetzt ist Polen offen,

[ Autor von diesem Artikel: Leonard Forneus ] [ Verfasst am 09 Juli 2014 ]

vor allem wenn es um einen massiven Abbau von Menschenrechten, gesetzliche Verbote von Sexualaufklärung, chem.Zwangskastration infolge einvernehmlicher Sexualität und strafbewehrte Meinungsverbote geht.

Nun ist die menschenrechtliche Situation im Kontext der Sexualstrafgesetze in der BRD  zwar schlimm genug, betrachtet man aber einmal die Zustände in Polen erscheinen die deutschen Verhältnisse beinahe “liberal”.

Nicht zuletzt infolge eines tief verwurzelten katholischen Christenwahns kann man in Polen eine immer weiter ausufernde menschenrechtswidrige Verschärfung von Strafgesetzen beobachten, welche die sexuelle Selbstbestimmung von Menschen einschließlich der politischen Meinung  dazu immer weiter einschränkt. Dies ist letztlich eine Folge der staatlich angeheizten Homophobie und radikaler Verfolgung tatsächlicher und vermeintlicher “Pädophiler”. Eine Volksinitiative der Organisation Komitee Stoppt Pädophilie sammelte jetzt 250.000 Unterschriften um jegleiche sexuelle Aufklärung von Personen unter fünfzehn Jahren mit einer Strafandrohung von zwei Jahren Knast zu unterbinden.  Sieht man einmal genau hin geht es eigentlich um eine Erweiterung einer bereits bestehenden strafrechtlichen Einschränkung der Meinungsfreiheit in Bezug auf sexualpolitische Themen.  Die Mainstream-Zeitung “Die Welt” berichtete u. a. folgendes:

 

 

“Im polnischen Parlament wurde eine Gesetzesinitiative auf den Weg gebracht, die künftig den Sexualkundeunterricht für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren mit bis zu zwei Jahren Haft bestrafen soll. Trotz einer entsprechenden Empfehlung der WHO gibt es an polnischen Schulen noch immer keinen geregelten Aufklärungsunterricht. (…) Der Entwurf geht auf eine Volksinitiative der Organisation Komitee Stoppt Pädophilie zurück. Erhält eine Gesetzesvorlage die Unterstützung von 100.000 Bürgern, dann müssen die Parlamentarier sie behandeln. Das Komitee sammelte sogar mehr als 250.000 Unterschriften. (…) Eine andere große Gefahr sei das “Eindringen” von schwulen Sexualerziehern in die polnischen Kindergärten und Grundschulen. Das Kampagnenmaterial für die Unterschriftenaktion gegen die Pädophilie zeigte das Fotos eines nackten, händchenhaltenden Männerpaares mit dem Schriftzug “Stoppt Pädophilie!”. Fragt man etwa die Aktivisten, die bei einer Demonstration im Warschauer Stadtzentrum am Infostand Material verteilen, was der Zusammenhang zwischen Homosexualität und Pädophilie sei, den das Material nahelegt, dann antworten sie, das sei doch das Gleiche. (…) Jeder Versuch, den Aufklärungsunterricht an polnischen Schulen gesetzlich zu regeln, scheiterte bisher an den Protesten katholischer Kreise. Das vom Komitee vorgeschlagene Gesetz würde die Lage noch verschärfen: Paragraf 200b des polnischen Gesetzbuches droht für “das Propagieren oder Billigen von pädophilem Verhalten” eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren an. Die Gesetzesvorlage fordert, den Paragrafen um folgenden Satz zu ergänzen: “Die gleiche Strafe wird für Personen verhängt, die öffentlich sexuelle Handlungen von Jugendlichen unter 15 Jahren befürworten oder propagieren oder diesen Mittel liefern, die ihnen solche Handlungen vereinfachen.” (…) Obwohl die Gesetzinitiative von Stoppt Pädophile wenig Chancen auf Erfolg hat, weil die regierende Koalition sie nicht unterstützt, zeigt sie doch eine wichtige Entwicklung in der polnischen Gesellschaft. In der letzten Zeit versuchen streng katholische Kreise verstärkt, die öffentliche Debatte zu polarisieren. Wegen Protesten religiöser Kreise haben Kinder und Jugendliche in Polen keinen Zugang zu einheitlicher Sexualerziehung. (… )”

 

vollständiger Text/Quelle:  Die Welt: Zwei Jahre Haft für Sexualkunde in der Schule?

 

Das muss man ganz in Ruhe zweimal lesen um zu verstehen, was das bereits bestehende Gesetz bedeutet selbst ohne die möglicherweise kommende Ergänzung. Homophobie und Missbrauchshysterie scheinen in Polen wirklich  grenzenlos zu sein … in diesem Sinne ist Polen wirklich offen. Beim offenen Abbau grundlegender in den allgemeinen Menschenrechten festgeschriebener Freiheitsrechte ist man dort augenscheinlich noch weniger zimperlich als hierzulande.  Möglicherweise handelt es sich auch um eine vorausseilenden Gehorsam im Hinblick auf regelmäßige Rahmenpläne der EU, die den Mitgliedsstaaten weitere Verschärfungen der sexualstrafrechtlichen Bestimmungen aufnötigen. Nun gehen die Gesetze im sicher gesellschaftlich rückständigen Polen aber weit über alles hinaus, was die EU bisher im Rahmen der Instrumentalisierung sexualstrafrechtlicher Bestimmungen zum Abbau von Menschen- und Bürgerrechten in Gesetzesvorgaben umsetzte. Letztlich stellt man in Polen jegliche öffentliche Kritik an der menschenverachtenden Missbrauchsideolgie und an bestehenden verbrecherischen Unrechtsgesetzen im Sexualstrafrecht unter empfindliche Freiheitsstrafe und unterbindet somit eine offene Diskussion und schließlich das Menschenrecht auf Meinungs- und Informationsfreiheit. Diese Internetseit und viele andere wären bzw. sind in Polen illegal und eine Straftat.  Eigentlich sollte dieser Umstand nicht wirklich erschrecken wenn man bedenkt, dass in diesem abscheulichen Staat namens Polen Menschen chemisch zwangskastriert werden, die freiwillige erotische Kontakte mit Personen unterhalb einer willkürlichen Altersgrenze hatten. Auf EU-Ebene schweigt man über diese Zustände in einem Mitgliedstaat und läßt schwerste Menschenrechtsverletzungen, die mit Folter gleichzusetzen sind einfach geschehen. Die “TAZ” berichtete über die chem.  Zwangskastration wiefolgt:

 

 

“”WARSCHAU taz | Keine Zeitung in Polen feierte gestern das “Kastrationsgesetz”. Dabei hatten die meisten Politiker und Medien noch vor wenigen Monaten die chemische Zwangskastration für Kinderschänder und Inzesttäter gefordert. Nun ist die Gesetzesnovelle in Kraft. Verurteilte Pädophile werden nach Verbüßung einer bis zu 15-jährigen Haftstrafe in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen oder müssen sich einer pharmakologischen Zwangstherapie unterziehen. Dadurch sollen der Sexualtrieb unterdrückt, die Zeugungsfähigkeit aber nicht beeinträchtigt werden. Zur Hormonbehandlung war bislang die Zustimmung des Verurteilten notwendig. Das ist nicht mehr der Fall. ” (…)”

 

vollständiger Text/Quelle:  TAZ: Strafverschärfung in Polen “Kastrationsgesetz” tritt in Kraft

 

Allein der Begriff “Kinderschänder” den das Systemblatt “TAZ” benutzt zeigt, dass man die Vorgänge in dem Schweinestaat Polen eigentlich gar nicht so verkehrt findet.  Eine Kritik dieses staatlichen Schwerverbrechens findet nicht wirklich statt. Im Ergebnis bleibt es eine Schande, dass ein Staat mit derart menschenrechtswidrigen und zutiefst inhumanen Strafgesetzen nicht hochkannt aus der EU fliegt! Allerdings ist Polen nicht der einzige osteuropäische EU-Staat, der sich deratiger staatskrimineller Mittel bedient; in der tschechischen Republik greift man nicht zur chemischen Zwangskastration sondern gleich zum Skalpel…..

siehe auch:  K13-Online: Polen: Volksinitiative der Organisation Komitee Stoppt Pädophilie sammelte 250.000 Unterschriften zum strafrechtlichen Verbot von Sexualkundeunterricht an Schulen

 

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Paragraf HammerScheiterhaufen

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