Lexikon der Pädophilie-Irrtümer als Blog online

[ Autor von diesem Artikel: Leonard Forneus ] [ Verfasst am 30 September 2013 ]

Das “Lexikon Pädophilie-Irrtümer” ist eine wissenschaftlich fundierte Arbeit, deren Erkenntnisse so manchen überraschen werden.  Der online-Veröffentlichung wird hoffentlich bald eine gedruckte Version folgen. “22 Prozent der Männer werden durch Kinder stärker oder genauso stark sexuell erregt wie durch Erwachsene. Philip Tromovitch, einer der drei Verfasser der Rind-Studie, vermutet wie der Verfasser gestützt auf die Ergebnisse phallometrischer Studien, dass deutlich mehr als 20 Prozent der normalen Männer Pädophile sind: “Deutlich mehr als 20 Prozent der normalen Männer sind wahrscheinlich Pädophile; die Mehrheit der Männer sind wahrscheinlich Pädophile und Hebephile.“Tromovitch hält sogar einen noch weit höheren Anteil für möglich: “Mathematische Grübelei: Wenn 25% der Männer in Tests als pädophil erkannt werden (…) und wenn die Pädophilen nur halb so oft an diesen Studien teilnehmen, und wenn nur 5 % der pädophilen Teilnehmer ihre natürliche Erregung erfolgreich verheimlichen können, dann wäre die wahre Rate der Pädophilie in der normalen männlichen Bevölkerung ungefähr 42 %”

 

Nachfolgend ein paar Auszüge aus dieser Sammlung beachtlicher Irrtümer:

 

Irrtum 21: “Kinder können nicht ja sagen zu sexuellen Kontakten mit Erwachsenen.”

Richtig: Die betroffenen Kinder selbst glauben meist ja sagen zu können zu sexuellen Kontakten mit Erwachsenen.

1979 veröffentlichte der US-amerikanische Sozialwissenschaftler David Finkelhor in einer wissenschaftlichen Zeitschrift den Aufsatz “What´s wrong with Sex between Adults and Children?”. Dieser Aufsatz spielt bis heute eine wichtige Rolle bei der Diskussion über den “sexuellen Kindesmissbrauch”. Finkelhor wies in dem Aufsatz zunächst darauf hin, dass es nicht ausreiche, aus traditionellen Gründen gegen Erwachsenen-Kind-Sex zu sein. Schließlich war auch Homosexualität lange geächtet und wird heute in einem anderen Licht gesehen. Auch das Argument, dass Kinder durch Sex mit Erwachsenen vorschnell in einen sexuellen Bereich gezogen werden, der normalerweise erst in der Pubertät begänne, ließ Finkelhor nicht gelten. Denn auch Kinder seien sexuelle Wesen und die Sexualität beginne eben nicht erst mit der Pubertät. Außerdem überzeuge auch das Argument der Schädigung des Kindes durch Sex mit Erwachsenen nicht. Denn die vermutete allgemeine Schädigung sei empirisch nicht belegt. Es sei unklar, wie viel Prozent der Kinder durch Sex mit Erwachsenen geschädigt werden. Und schließlich würden auch andere Dinge wie die Zwangsbeschulung oder Scheidungen Schäden und Traumata anrichten und dennoch nicht verboten.

Finkelhors Argument lautet vielmehr: Erwachsenen-Kind-Sex müsse unabhängig von eventuellen Schäden verboten sein, weil Kinder noch nicht in der Lage seien, Sex mit Erwachsenen wissentlich zuzustimmen.2 Um wirklich in etwas einwilligen zu können, müsse eine Person wissen, worin sie einwillige, und sie müsse frei sein in ihrer Entscheidung, ja oder nein sagen zu können. Kindern fehle nun aber das nötige Wissen über Sexualität. Sie könnten beispielsweise nicht kompetent den richtigen Sexualpartner auswählen oder die Reaktionen ihres Umfeldes auf die sexuelle Beziehung einschätzen. Und Kinder seien abhängig von Erwachsenen und könnten auch deshalb nicht frei zu sexuellen Kontakten ja oder nein sagen.

Laut Finkelhor könnte man gegen diese Argumentation einwenden, dass auch in sexuellen Beziehungen von Erwachsenen sehr oft ein Machtgefälle besteht und sich viele Ehefrauen dem Sex nicht entziehen können. Und außerdem könnte man mit der beschriebenen Argumentation auch Sexualität zwischen Kindern untereinander verbieten, denn auch dort fehle Kindern oft das nötige Wissen. Nun kommt Finkelhors zentrales Argument: “Der entscheidende Unterschied in Erwachsener-Kind-Sex ist die Kombination aus dem fehlenden Wissen der Kinder und der Macht der Erwachsenen. Kinder sind in Beziehungen mit Erwachsenen uninformiert und unfähig, frei nein zu sagen. (…) Da, wo die Fähigkeit die Situation zu verstehen grundsätzlich ungleich ist, und dies vermischt ist mit einem ernsthaften Unterschied hinsichtlich der Macht, da ziehen wir die Linie.” Diese Argumentation von Finkelhor, dass Kinder nicht in Sex mit Erwachsenen “informiert” und voll umfänglich die Bedeutung von Sexualität verstehend einwilligen können, hat sich in Fachkreisen weit verbreitet. Aus mehreren Gründen überzeugt die Argumentation aber nicht. Finkelhor sagt, dass die Voraussetzung für sexuelle Handlungen von Kindern mit Erwachsenen Freiwilligkeit sein müsse. Und Freiwilligkeit setze Informiertheit und die Fähigkeit nein zu sagen voraus. Demnach könnte man argumentieren, dass auch die Voraussetzung für den Schulbesuch von Kindern die eben beschriebene Freiwilligkeit sein müsse. Kinder können aber die Institution Schule nicht umfassend verstehen und sie haben auch nicht die Möglichkeit nein zu sagen, da sie notfalls mit Polizeigewalt in den Klassenraum geführt werden. Warum zieht David Finkelhor nicht auch beim Schulbesuch seine Linie? Der Zwangscharakter des Schulunterrichts richtet jedes Jahr bei nicht wenigen Kindern und Jugendlichen große Schäden an. Mobbing in Klassenverbänden, denen sich die Schüler nicht entziehen können, belastet viele Schüler für ihr ganzes Leben.(…)Warum darf ein Kind zum Schulbesuch gezwungen werden, der die Seele quält, während das Kind in einen angenehmen sexuellen Kontakt mit einem Erwachsenen angeblich nicht freiwillig einwilligen kann? Verglichen mit sexuellen Kontakten zwischen Kindern und Erwachsenen gibt es beim Schulbesuch der Kinder eine wesentlich größere Machtfülle der Erwachsenen kombiniert mit einem wesentlich größeren Informationsdefizit der Kinder – warum ist dann der Sex verboten und die Schulpflicht erlaubt und nicht der Sex erlaubt und die Schulpflicht verboten? (….)Drittens sind Kinder nicht, wie Finkelhor vermutet, allgemein abhängig von ihren erwachsenen Sexualpartnern. Sehr häufig sind es gerade die Kinder, die den frei gewählten Erwachsenen in der Hand haben und über den Ablauf der Beziehung bestimmen (siehe Irrtum 26). Finkelhors Aussage “Kinder sind in Beziehungen mit Erwachsenen (…) unfähig, frei nein zu sagen.” ist undifferenziert, unwahr und ideologisch. Das entscheidende Argument gegen Finkelhors Argumentation ist aber die Natur des Kindes. Kinder sind von Natur aus lustorientiert und experimentierfreudig. Besonders sexuelle Dinge interessieren viele Kinder sehr. Es liegt im Wesen von Kindern, Dinge auszuprobieren und auch auf dem Gebiet der Sexualität praktische Erfahrungen zu machen und darüber nicht nur anhand theoretisch-biologischer oder normativer Abhandlungen etwas zu lernen. Angesichts der geschilderten Gegenargumente erscheint es unwahrscheinlich, dass das Argument von der Unfähigkeit des Kindes zur wirklichen Einwilligung in sexuelle Handlungen mit einem Erwachsenen als historisch neue Begründung für die Ablehnung von Erwachsenem-Kind-Sexualität Bestand haben wird. Die Argumentation erinnert eher an die Tatsache, dass auch das Verbot der Homosexualität im Laufe der Jahrhunderte ständig mit neuen (und letztlich unhaltbaren) Argumenten begründet wurde.”

Irrtum 35: “Kinderpornografische Filme sind weit verbreitet und erwirtschaften riesige Gewinne.”

Richtig: Kinderpornografie ist im Internet relativ schwer zu finden und wird meistens kostenlos getauscht.

 

Häufig wird in den Massenmedien und auch von führenden Politikern behauptet, dass schlimmste Formen von Kinderpornografie im Internet weit verbreitet seien und die Betreiber einschlägiger Webseiten damit “monatlich Millionenbeträge”1 verdienen würden. Sogar von einem “Milliardenmarkt” war die Rede. Diese Behauptungen sind überwiegend erfunden und werden oft instrumentell eingesetzt, etwa um eine strengere Regulierung des Internets zu bewirken oder mehr Fördergelder für Präventionsprojekte zu bekommen. (…) Dennoch ist der Sachverhalt anders, als er öffentlich dargestellt wird. Erstens ist Kinderpornografie im Internet nicht massenhaft verbreitet, sondern kommt nur am Rande vor und ist relativ schwierig zu finden. Viele Menschen surfen jahrelang im Internet und dabei auch auf Sex-Seiten und begegnen dennoch niemals kinderpornografischen Aufnahmen. Es ist für Laien, die sich auf das Herumsurfen im Internet beschränken, nur schwer möglich, an tatsächliche und harte Formen von Kinderpornografie zu gelangen. Zweitens ist das vorhandene kinderpornografische Material überwiegend relativ harmlos. Es besteht aus Nacktbildern und FKK-Clips von Minderjährigen und Softpornos mit jugendlichen Darstellern. (…)Drittens werden kinderpornografische Aufnahmen von den interessierten Menschen im Internet in der Regel kostenlos getauscht und nicht gekauft.”

 

Zum Thema Jugend- und Kinderpornographie sei angemerkt, dass es weder mit den Menschenrechten noch mit einem Rechtsstaat vereinbar ist den Besitz, Film- und Bildmaterialien unabhängig von ihrem Inhalt strafrechtlich unter Androhung immer härterer Strafen zu verfolgen. Man bedenke, dass jeder Mensch so viele Darstellungen von Gewalt anschauen und besitzen darf wie er möchte; dies gilt ohne Altereinschränkung. Schließlich darf jedes Kind auch die scheusslichsten Darstellungen von Kriegsverbrechen und allen denkbaren Greultaten der Vergangenheit und Gegenwart sehen und besitzen.  Viele solcher Bilder befinden sich unter anderem in bebilderten Geschichtsbüchern. Kein Mensch käme auf den Gedanken den Besitz von Geschichtsbüchen unter Strafe zu stellen und “Besitzverdächtige” mit Wohnungsschändungen und Strafverfahren zu drangsalieren. Im übrigen zeigen als Jugend- bzw. Kinderpornographie inkriminierte Darstellungen in aller Regel einvernehmliche sexuell gefärbte Zärtlichkeiten oder es handelt sich sogar nur um Akt-Fotos auf denen Kinder, Jugendliche und jung aussehende Erwachsene in einer vom Gesetzgeber nicht näher definierten Art “posieren”. Mit der Einführung solcher Gesetze hat man sich in der BRD und in der EU erstmals in massiver Form von rechtsstaatlichen Grundprinzipien getrennt.

 

Irrtum 43: “Der Begriff Kinderschänder ist sinnvoll.”

Richtig: Der Begriff Kinderschänder ist ein Kinder verachtender Begriff und Nazi-Vokabular.

 

Nicht nur große Teile der Bevölkerung verwenden für pädophile Menschen den Begriff “Kinderschänder”, auch ansonsten seriöse Massenmedien wie sogar die Frankfurter Allgemeine Zeitung1 sprechen von “Kinderschändern”. Bei näherer Betrachtung ist der Begriff “Kinderschänder”2 jedoch höchst problematisch. Das Wort “Kinderschänder” ist ein Propagandabegriff aus der Nazi-Zeit. Die “sexuell missbrauchten” Kinder wurden im Nationalsozialismus oft als “Schande für Deutschland” angesehen und teilweise sogar aufgrund ihrer psychologischen Probleme getötet. Es gab im Nationalsozialismus auch die “Rassenschande”, die das “arische” Kollektiv “entehrte”. Ehre war im Nationalsozialismus ein propagandistischer Kampfbegriff. (…)Als Relikt archaischer Gesellschaften haftet dem Mädchen, das seine Jungfräulichkeit verliert, das Stigma des Schandhaften an – des sozial Minderwertigen, des nicht mehr “Intakten”, nicht mehr “Reinen” nach Verheiratungsgesichtspunkten. Und seit Paulus ziehen Jungen, die sich mit Homosexuellen einlassen, gar selber Schande auf sich: Da sich damit die entsprechende – tödlich verachtete – Neigung bei ihnen selbst verriete. Der Kraftausdruck “Kinderschänder” meint sprachlogisch und als kulturhistorischer Archetyp die Schande des Kindes, nicht des Täters; Gegenstand von Sexuellem, von “Schande” geworden zu sein; irreparabel, nicht mehr jungfräulich und damit nicht mehr vollwertig zu sein; vom Schmutz befleckt, “geschändet”. Mädchen empfinden dergleichen schon kulturbedingt, auch wenn wir ihnen nicht eigens mit “geschändet” kommen. Und solange Jungen es in unserem Land bspw. immer noch als soziale Schande empfinden, vielleicht homosexuell zu sein und sie in solchem Sinn sozial geprägt werden – solange sollten wir uns besser auch nicht darüber hinwegtäuschen, wes Geistes Kind die Schande ist, die sich in ihrem Fall – in der Begegnung von Jungs mit homophilen Männern – sozial an die Brust heftet. Ein geschändetes Kind war in früherer Zeit ein Kind, dessen sich die Eltern schämten, das von seiner Familie verstoßen und – im Fall von minderjährig schwanger gewordenen Mädchen, oder trans- und homosexuellen Jungen – nicht selten von den eigenen Vätern umgebracht wurde: Damit ihre “Schande” keiner sah, und keine “Schande” auf die gesamte Familie fiel. Auch ungeachtet dieser kulturellen Vorbelastung des Begriffes: Es entsetzt einen doch ziemlich, dass ein Wort der Nazisprache in den letzten Jahren ebenso in den offiziellen Tagesthemen Ullrich Wickerts Einzug halten konnte, ohne dass jemand rot dabei wird – wie es kürzlich sogar aus dem Mund des renommiertesten österreichischen Kollegen Thomas Müller im TV zu vernehmen war. Es scheint bei diesem Thema wirklich buchstäblich j e d e m inzwischen der Verstand zu versagen, dass weder faschistoide Sprache noch auch nur die naheliegendste Bedeutung von Begriffsinhalten ein Gehirn einschalten, bevor man spricht.” (…)

Irrtum 48: “Es geht den Kinderschützern nur um das Wohl der Kinder.”

Richtig: Die Frauenbewegung hat das Thema Kindesmissbrauch häufig auf dem Rücken der Kinder als Waffe gegen die Vorherrschaft der Männer missbraucht.

In den 1950er, 60er und 70er Jahren war “sexueller Kindesmissbrauch” kein großes öffentliches Thema in der Bundesrepublik Deutschland.1 Zunächst wurde das Thema “Sexueller Missbrauch” in den USA in den 70er und 80er Jahren von der feministischen Frauenbewegung aufgebracht. Die dortigen Feministinnen engagierten sich vorher gegen Belästigungen von Frauen und gegen Vergewaltigungen in der Ehe. Nach diesem erfolgreichen Kampf setzten sich die Feministinnen gegen Inzest zwischen Vätern und Töchtern ein und übertragen dabei das Vergewaltigungs-Modell bestehend aus Macht und Gewalt auf diesen Inzest. Psychologen beschäftigten sich anfangs überwiegend mit Gewalt und Vernachlässigung in den Familien, doch dann rückte der “sexuelle Kindesmissbrauch” in den Mittelpunkt der Betrachtung und blieb es auch. Psychologen und selbsternannte “Kinderschützer” übertrugen das Vergewaltigungs- und Inzest-Modell allgemein auf die Sexualität zwischen jüngeren und älteren Menschen. Aus diesem neuen Denken entstand seit den 80er Jahren die Panik der Öffentlichkeit beim Thema “sexueller Missbrauch”.
In hunderten wissenschaftlichen Studien wurde scheinbar belegt, dass Sexualität zwischen Minderjährigen und Erwachsenen allgemein zu schweren Schäden der Minderjährigen führt. Allerdings waren diese Untersuchungsergebnisse durch die selektive Probandenauswahl verzerrt, etwa durch die ausschließliche Befragung von Kindern mit psychischen Schwierigkeiten. Im Laufe der 80er Jahre breitete sich das Thema “sexueller Missbrauch” über Kanada, Australien, England, Skandinavien auch nach Kontinentaleuropa aus. Mitte der 80er Jahre war das Thema in Deutschland angekommen. Zum ersten Mal wurde “sexueller Kindesmissbrauch” intensiv in der Öffentlichkeit behandelt.
Der Frauenbewegung ging es aber nicht nur und vielfach auch nicht in erster Linie um das Wohl der Kinder. Vielmehr instrumentalisierte die Frauenbewegung das Thema als ideale Waffe gegen die Vorherrschaft der Männer. Es wurden in Deutschland Beratungsstellen wie “Zart-Bitter” und “Wildwasser” gegründet, die sich oft einseitig und voller Vorurteile gegen die Männer und für die Kinder positionierten. In ihrem Buch “Erregte Aufklärung” fragte sich die Sozialwissenschaftlerin Katharina Rutschky, “ob die ganze Aufregung um sexuellen Missbrauch überhaupt der Kinder wegen angezettelt wird, oder ob nicht (…) erwachsene Frauen ganz andere Süppchen auf dem Thema kochen wollen. (…) Ist das Verfolgen der Unmoral nicht von altersher ein probates Mittel gewesen, seine Feinde schachmatt zu setzen?” Und an anderer Stelle schreibt Katharina Rutschky zur weiteren Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland: “Die feministische Hysterie wegen der epidemischen sexuellen Gewalt gegen Kinder ist zur gesamtgesellschaftlichen Normalparanoia mutiert”. (…)Wie beschrieben verbergen sich also hinter dem angeblichen Kinderschutz vor “sexuellem Missbrauch” häufig ganz andere Motive, und auf das Wohl der realen Kinder wird dabei oft keine Rücksicht genommen. Die Nicht-Beachtung des Kindeswohls zeigt sich auch sehr eindrücklich in einem Fall von 1974 aus Holland, von dem der Psychologe Edward Brongersma berichtet: “Ein 13-jähriger Junge wurde von 9 Uhr morgens bis 5 Uhr nachmittags in einer vergitterten Zelle in einer Polizeistation verhört, um aus ihm Beweise herauszulocken. Er blieb hartnäckig bei seiner Version, dass nichts passiert sei, bis der Untersucher sagte, “Gut. Wenn du weiterhin lügst müssen wir deinen Freund laufen lassen. Aber dein Vater hat mir gesagt, dass er dem Kerl auflauern und ermorden wird. Dann ist dein Freund tot und dein Vater bekommt 15 Jahre Knast für Mord. Und das alles weil du andauernd lügst.” Daraufhin sagte der Junge alles, und brach danach psychisch völlig zusammen.”
Häufig geht es jenen Personen, die sich besonders vehement gegen den “sexuellen Missbrauch” von Kindern wenden, primär nicht um das Wohl der Kinder, sondern um die Bekämpfung und Vernichtung pädophiler Menschen. Es geht nicht um die Gefühle und die Würde der Kinder, sondern um das Ausleben von archaischem Hass. Griesemer: “Es geht also nicht eigentlich um die “Kinder”. Es geht darum, Täter zu hängen.”20 Und der Dramatiker Arthur Miller beobachtete schon bei anderen Hexenjagden: “Menschen haben den unangenehmen Drang, sich einer einmal begonnenen Hatz anzuschließen!”

 

Irrtum 50: “Es gibt keine Parallelen zwischen der Judenverfolgung und der Ausgrenzung der pädophilen Menschen.”

Richtig: Es gibt beängstigende Parallelen zwischen der Verfolgung der jüdischen und der pädophilen Menschen.

 

Viele Menschen sehen keinen Zusammenhang zwischen der Judenverfolgung im Nationalsozialismus und der heutigen Pädophilen-Verfolgung. Aber auch im Nationalsozialismus sahen weite Teile der Bevölkerung aufgehetzt durch die Massenmedien die Verfolgung der jüdischen Menschen als sachlich gerechtfertigt an und hatten kein schlechtes Gewissen. Weite Teile der Kirchen, der Wissenschaft, der Lehrersschaft, der Politiker, der Journalisten und der Justiz haben die Verfolgung der jüdischen Menschen im Nationalsozialismus mitgetragen. Aus dem fehlenden schlechten Gewissen der Bevölkerungsmehrheit und der gegenwärtigen “Eliten” kann man daher nicht schließen, dass kein barbarisches Verbrechen an den pädophilen Menschen begangen wird. Bei genauem Hinsehen zeigen sich bei allen hier nicht natürlich bestrittenen Unterschieden auch verblüffende Parallelen zwischen der Verfolgung der jüdischen und der pädophilen Menschen. David Thorstad sagte 1998: “Heute ein aktiver Päderast in den USA zu sein, ist wie ein Jude im Nazi-Deutschland zu sein.”
So wie im Nationalsozialismus die jüdischen Menschen gehasst wurden, so werden heute die pädophilen Menschen gehasst. Ein pädophiler Mensch, dessen einziges “Verbrechen” darin besteht, Kinder zu lieben, wird von der Gesellschaft ausgegrenzt, geächtet, als triebgesteuerte und hinterhältige Bestie angesehen und dadurch häufig in die Sucht und in den Tod getrieben. Ein pädophiler Mensch kann heutzutage in Deutschland allein aufgrund seiner sexuellen Orientierung seine Wohnung verlieren. In Hessen wurde einem pädophilen Menschen die Wohnung gekündigt. Er verlor dann den anschließenden Zivilprozess zur Wohnungskündigung. Das Gericht begründete seine Entscheidung tatsächlich mit diesem Argument: Die Tatsache, dass in einer Wohnung ein Pädophiler wohne, käme einer empfindlichen Beeinträchtigung der Wohnqualität gleich. Schon bei völlig harmlosen und einvernehmlichen Zärtlichkeiten drohen pädophilen Menschen langjährige Haftstrafen und lebenslange Sicherungsverwahrung, Vergewaltigungen und Misshandlungen im Gefängnis, in manchen Ländern sogar Gehirnoperationen und Kastrationen (wie in Polen). Rückhalt und Unterstützung durch andere pädophile Menschen gibt es wegen fehlender Selbsthilfegruppen häufig nicht. Die Ursache für die fehlenden Selbsthilfegruppen besteht in der Angst der Betroffenen, selbst in den Fokus von Ermittlungen zu geraten. Von den hunderttausenden oder Millionen kern-pädophilen Menschen in Deutschland kann fast niemand zu seiner sexuellen Orientierung stehen, da Ehrlichkeit mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Zerstörung der bürgerlichen Existenz führt. Pädophile Menschen sind tagtäglichen Erniedrigungen ausgesetzt, gegen die sie sich kaum wehren können. So wurde in einer deutschen TV-Sendung die folgende Definition für Pädophilie gegeben: Pädophile “laben sich an den Schmerzensschreien der Kinder, während sie sie vergewaltigen, weil sie sie für Lustschreie halten.”4 Warum wurde der hierfür verantwortliche Journalist nicht wegen Volksverhetzung verurteilt? Die Einsamkeit und die psychische Belastung dürften für viele pädophile Menschen ähnlich schlimm sein wie die psychische Belastung für viele jüdische Menschen in den Anfangsjahren des Nationalsozialismus. Jüdische Menschen konnten sich gegenseitig aufbauen und helfen bei der Verarbeitung der permanenten Herabwürdigung, pädophile Menschen müssen damit meistens alleine fertig werden. (…)In den USA werden pädophile Haftentlassene oft durch die Bloßstellung auf dem Internet-Pranger lebenslang stigmatisiert. Die für jedermann öffentlich einsehbaren Einträge in den Sexualstrafregistern führen oft zu Ausgrenzung, Bedrohungen, körperlichen Angriffen und dem Verlust des Arbeitsplatzes, der Wohnung und von Freunden. Studien zeigen, dass ein erheblicher Anteil der registrierten “Sexualstraftäter” von diesen schrecklichen Zuständen betroffen ist. Mindestens sechs Menschen wurden aufgrund dieser Einträge bereits ermordet. In einem Fall wurde ein 24-jähriger Mann ermordet, weil er ein “Sexualstraftäter” war – sein Verbrechen bestand darin, dass er als 20-jähriger einvernehmlichen Sex mit seiner Freundin hatte, die zwei Wochen später 16 Jahre alt wurde. Ein Teenager aus Michigan hatte einvernehmlichen Sex mit einer 14-jährigen und tötete sich selbst, nachdem er in ein öffentliches “Sexualstraftäter”-Register eingetragen wurde, obwohl der Richter, der ihn verurteilt hatte, diesen Eintrag verhindern wollte. Zunehmend wird ehemaligen “Sexualstraftätern” in den USA auch der Zutritt zu bestimmten Regionen verwehrt, so dass sie beispielsweise nur noch in Wohnwagen außerhalb der Stadt und unter Brücken schlafen können. In Miami können registrierte “Sexualstraftäter” nur noch unter einer zugigen Brücke schlafen. Die Restriktionen sind so hart, dass registrierte “Sexualstraftäter” nicht mehr nach San Francisco oder Los Angeles ziehen können.
Von der Hexenjagd auf die pädophilen Menschen sind auch viele Kinder und Jugendliche betroffen. Zehntausende Kindern und Jugendliche waren oder sind in den USA von Maßnahmen gegen “Sexualstraftäter” betroffen, obwohl die sexuellen Handlungen oft einvernehmlich und mit Gleichaltrigen abliefen. Selbst zehnjährige Jungen wurden an Penis-Messgeräte angeschlossen und mit einer Aversionstherapie “behandelt”, obwohl diese “Therapie” für Homosexuelle schon seit langem als unethisch und gefährlich abgelehnt wird. Bei anderen “Therapien”, denen junge Teenager gegenwärtig ausgesetzt sind, werden diese Teenager gezwungen, jeden Tag diesen Text vorzulesen: “Ich bin ein Pädophiler und bin nicht fähig, in der menschlichen Gesellschaft zu leben … Mir wird man nie vertrauen können … Alles was ich sage ist eine Lüge … Ich kann nie geheilt werden. (…)In vielen Ländern gibt es immer wieder Bestrebungen, pädophilen Menschen das Recht auf Meinungsfreiheit zu entziehen. Der Internet-Buchhändler Amazon entfernte mehrere kompetent und professionell geschriebene Sachbücher zum Thema Pädophilie aus dem Programm, weil die Bücher Pädophilie nicht verurteilten, sondern differenziert darstellten. In Belgien wurde pädophilen Menschen das politische und massenmediale Eintreten für ihre Sichtweisen durch die Politik untersagt. In Holland hat am 26.6.2012 ein Gericht die Pädophilen-Vereinigung “Martijn” verboten, die gesellschaftliche Akzeptanz für sexuelle Beziehungen zwischen Kindern und Erwachsenen gefordert hatte. Das holländische Gericht begründete die Auflösung des 60-köpfigen Verbandes mit dem “Argument”, dass die Organisation gegen die allgemein akzeptierten moralischen Werte des Landes verstoße. Der Verein “Martijn” sei eine Bedrohung der öffentlichen Ordnung, weil er sexuelle Kontakte zwischen Kindern und Erwachsenen “verherrliche” und als etwas Normales hinstelle. Am 2.4.2013 wurde das Verbot von Martijn von einem anderen Gericht wieder aufgehoben.(…)Es ist in der Geschichte kein Sonderfall, dass es zu kollektiven Wahnvorstellungen in Bevölkerungen kommt und die Mehrheit über eine Minderheit herfällt. Zu denken ist u.a. an die Verfolgung der “Hexen” und der Ketzer, an die Verfolgung der Juden, Zigeuner und Homosexuellen und an den Antikommunismus in den USA unter McCarthy. Derzeit sind es die pädophilen Menschen, die auch von den sich für gebildet und humanistisch haltenden Schichten ausgegrenzt und verfolgt werden. (…)

Irrtum 13: “Jeder pädophile Mensch, der in Sicherungsverwahrung sitzt, hat Kinder geschädigt”.

Richtig: Ein pädophiler Mensch kann in Sicherungsverwahrung kommen, auch wenn er niemals einem Kind auch nur den geringsten Schaden zugefügt hat.

 

Seit den 1990er Jahren ist es in der Bundesrepublik Deutschland möglich, dass ein pädophiler Mensch in Sicherungsverwahrung weggesperrt wird, ohne dass er jemals einem Kind auch nur den geringsten Schaden zufügen wollte und ohne dass er jemals einem Kind auch nur den geringsten Schaden zugefügt hat. Eine solche Rechtslage wäre vorher undenkbar gewesen und gibt es ausschließlich für pädophile Menschen. Diese Rechtsentwicklung begann unter der Familienministerin Claudia Nolte und unter dem Justizminister Klaus Kinkel. Zunächst wurden alle sexuellen Handlungen, an denen ein Kind beteiligt ist, als sogenannte “abstrakte Gefährdungsdelikte” erschaffen, bei denen kein individueller Schadensnachweis erfolgen muss. Anschließend wurden für solche abstrakten Gefährdungsdelikte Mindeststrafen-Regelungen festgelegt (beispielsweise “mindestens zwei Jahre Haft”), so dass bei der Strafzumessung die individuelle Sachlage nicht mehr entscheidend ist. Jetzt genügte also beispielsweise ein Streichen über die Hose, das ohne jede Schädigungsabsicht und auch ohne jeden nachgewiesenen Schaden erfolgte, einen Menschen in Haft verschwinden zu lassen. Danach war es dann möglich, dass ein Mensch, der zuvor mindestens zwei oder drei Mal wegen solcher “schwerer Straftaten” zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt wurde, in Sicherungsverwahrung verschwindet. Durch diese juristischen Konstruktionen kann also mittlerweile ein Mensch für immer weggesperrt werden, auch wenn er nie einem Kind auch nur den geringsten Schaden zugefügt hat.”

 

Hinsichtlich des Irrtums Nummer 13 sei kurz folgendes hinzugefügt: Infolge einer Kombination von Verschärfungen im Sexualstrafrecht und in den Bestimmungen zur so genannten “Sicherungsverwahrung”  ist es heute sehr leicht möglich infolge harmloser erotischer Handlungen mit Personen unter 14 Jahren in Sicherungsverwahrung zu enden und auch keine reale Chance zu haben, dass Gefängnis jemals lebend verlassen zu können.  Nun zielen diese grund- und menschenrechtswidrigen Gesetzte aber nicht  auf eine bestimmte Personengruppe sondern verletzen bereits im Ansatz die Grundrechte aller Bürger einschließlich der Kinder. Vielmehr ist es die vom Gesetzgeber hergestellte Verbindung zwischen den Paragraphen zur Sicherungsverwahrung (und auch Führungsaufsicht) und bestimmten Unrechtsvorschriften im Sexualstrafrecht, wie z. B. die §§ 176 und 176a, die defacto zu derart harten Strafen führen, die im Ergebnis häufig ein echtes “lebenslänglich” bedeuten und somit härter betraft werden als in der Regel ein Mord an einem anderen Menschen. Zum Teil handelt es sich nahezu um juristische Automatismen, die Gesetzgeber in diesem Bereich angeblicher “Sexualstraftaten” eingebaut hat. Diese extreme Absurdität ist in diesem Lande vermutlich kaum jemanden bewusst. Das oben beschriebene Grundkonstrukt von Paragraphen wie 174/176/176a StGB ist zudem keine Folge von Verschärfungen sondern war bereits bei der Einführung dieser Rechtsvorschriften so vorhanden und gewollt. Die auf abstrusen  auf unbewiesenen Annahmen beruhende Konstruktion eines abstrakten Gefährungsdeliktes ist das Grundübel dieser Strafrechtsparagraphen und weder mir rechtsstaatlichen Ansprüchen noch mit dem Grundgesetz der BRD vereinbar. Lediglich der Strafrahmen war früher erheblich geringer und der § 176 war bezüglich der tatsächlich ausgesprochenen Strafen in den 70er und 80er Jahren eher nahe an einem Bagatelldelikt angesiedelt.

 

Die kompletten Texte und viele weitere Irrtümer  sind hier zu finden: Pädophilie-Irrtümer.de

 

Zur Information sieh auch hier: K13-Online:  Weblog Pädophilie-Irrtümer.de – Pressemitteilung: Neue wissenschaftliche Studie – 22 Prozent der Männer sich auch pädophil

 

blfree200

 

 

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