Pressekonferenz des “Charite-Projekts” gerät zur Farce

[ Autor von diesem Artikel: Leonard Forneus ] [ Verfasst am 04 Januar 2013 ]

Sie rühren jetzt unter dem klischeehaften Slogan ; “Lieben Sie Kinder mehr, als Ihnen lieb ist?” die Werbetrommel für ein zweifelhaftes pseudowissenschaftliches Projekt in dem Pädophile aus dem Dunkelfeld “behandelt” werden sollen um “Übergriffe” auf Kinder zu verhindern. Werbefilmchen, Plaktaktionen und eine großangelegte Pressekonferenz des “Kraft-durch-Freude-Sponsors” (Volkswagen-Stiftung) sollen die “Kundschaft” für die Gehirnwäsche anlocken.
Durch die gezielten Fragestellungen eines Vertreters des Vereins für belletristische und wissenschaftliche Pädo-Literatur (LitV. e. V.) offenbahrte sich diese Veranstaltung selbst als verlogene Farce.

Sie wollen sogenannten “sexuellen Kindesmissbrauch” vorbeugen mit lächerlichen “Therapien” und “notfalls” chemischer Kastration und bedienen sich dabei bekannter Lügen ausgestattet mit “Volkswagen-Kohle”. Differenziert wird an keiner Stelle und Pädophilie wird als Krankheit bzw. krankhafte Störung definiert. Diese Einstellung wird deutlich in einem Interview, dass Christoph Ahlers gegeben hat. Hier spricht er unter anderem davon, dass zunächst diagnostiziert werden muss, ob jemand eine Pädophilie hat. Klingt ähnlich wie Windpocken oder Heuschnupfen und damit diskreditiert sich diese Äußerung von selbst als fachlich inkompetent. Es ist eine bekannte wissenschaftliche Tatsache, dass Pädophilie und Ephebophile unveränderliche Persönlichkeitsmerkmale sind. Ebenso ist Verifiziert, dass sexuelle Kontakte dieser Art für den jüngeren Partner nicht schädlich sind. Somit ist der ganze Ansatz dieser Aktion auf das peinlichste unwissenschaftlich und dürfte ganz andere politische Zwecke verfolgen. Einem Vertreter des LitV e. V. ist es auf der Pressekonferenz gelungen diesen Umstand offensichtlich werden zu lassen. Es folgen nun die wesentlichen Teile seines Berichts, die für sich selbst sprechen.

Am Eingang wurde eine umfangreiche Pressemappe incl. CD verteilt. Dort kann man die Reden bzw. Erklärungen aller Referenten nachlesen. (…)Neben mir saß ein junger Mann Mitte/Ende 20, der von dpa sei. Der meinte, er wäre häufig auf solchen PKs und selten sei der Andrang der Medienvertreter so groß.
Nachdem er von meinem Anliegen erfuhr (mich als ehemaligen BF zu outen), bat er spontan um ein Interview im Anschluss an die PK. Das würde ihn sehr interessieren. Nach der Eröffnung durch eine Dame von der Volkswagenstiftung (die zur PK geladen hatte), bekam Prof. Beier das Wort. Er befasse sich seit 15 Jahren mit klinischen Sexualstörungen. Viele seien harmlos (Bsp. Fetischismus), aber er es meldeten sich auch immer wieder Männer mit Sexualfantasien in Bezug auf vorpubertäre Kinder.
Dazu hatte er eine Schautafel mit Untersuchungen über die das Verhältnis von versch. Sexualfatasien zu dem entsprechenden Sexualverhalten.
Ein Prozentsatz von etwa um die 5 % (glaube ich) hat Fantasien auf vorpubertäre Kinderkörper, sexuelles Verhalten mit vorpubertären Kindern belief sich auf einen ca.
2-3 %. Daraus schließt er, dass es allein in Berlin 40.000 Männer gibt, die so oder so ähnlich veranlagt sind.
Er wüsste es gäbe Pädophile, die vermeiden wollen, dass ein Kind Opfer wird, die aber keine professionelle Hilfe fänden. Die Unterversorgung in diesem Bereich sei dramatisch.
Die Motivation der Männer mit den entsprechenden Fantasien sei im Dunkelfeld besser als im Bereich des Hellfeldes, denn die Probanden werden nicht mit Straf- oder Vollzugserleichterungen, bzw. mit Bewährungsauflagen quasi zur Therapie gedrängt, sondern kommen freiwillig aus innerer Motivation. Die Werbeagentur Scholz&Friendserläuterte die Werbekampgne als sehr sensibel aufgebaute Doppelkommunikation. Zum einen müsste man die Betroffenen gezielt erreichen und ihnen klar machen, dass die Vertraulichkeit gewahrt bleibt zum anderen gleichzeitig die Öffentlichkeit nicht beunruhigen.
Der Mann auf dem Plakat sei nicht zu erkennen, denn man wolle nicht einen Tätertyp charakterisieren.
Die Stiftung Hänsel&Gretelntendiert dazu langfristig ein Hilfesystem aufzubauen. Dass sie damit vom Strafrecht wegwollten, sagten sie zwar nicht, es liegt aber nahe.
Jedenfalls funktioniert ein Netz von Beratungsstellen nur, wenn der Strafanspruch zurückgenommen bzw. relativiert wird – denke ich.Der Kriminologe und Strafrechtler Prof Schöchaus München erläuterte die Schweigepflicht der Ärzte und Therapeuten. Selbst bei einem polizeilichen Ermittlungs- und Strafverfahren hätten sie nicht nur ein Zeugnisverweigerungsrecht sondern sogar eine Zeugnisverweigerungspflicht. Dadurch seien alle Klienten auch bei sensiblen Tatsachen gut geschützt. Im Anschluss gab es einige Fragen von Journalisten, relativ unkritisch und unspektakulär. Es wurde gefragt nach der Finanzierung, nach den Kapazitäten, wie groß die Nachfrage wäre, warum man sich nicht auch an Frauen wenden würde und was man macht, wenn man von sexuellen Übergriffen auf Kinder erfährt. Auf die Frage ob die Belastung nicht zu groß wäre, wenn die Mitarbeiter von sexuellen Übergriffen auf Kinder erführen ohne da helfen zuu können, antwortete Beier, die Belastung sei genauso groß wenn er bedenke, dass allein in Berlin 40.000 solche Männer leben, die jederzeit Übergriffe auf Kinder begehen könnten, ohne dass ihnen jemand hilft.

Mehrfach betont wurde von versch. Seiten auch von Volker Kauder (Weißer Ring, CDU), das Projekt sei kein Täterschutz sondern Opferschutz.
Dies richtet sich gegen tendenzielle Feminazis und Missbrauchskreichen, mit denen ja auch die CDU nichts am Hut hat. Ich nehme an, vor davor fürchtet sich die Beier-Crew mehr als vor der (kaum vorhandenen) Pädolobby.
Kauder hat durfte das auch ausdrücklich nochmal in der gestrigen Berliner Abendschau im rbb sagen.
Zum Ende der Fragezeit bekam ich das Wort und outete mich als ehemaliger BF, der im Alter von 8-9 Jahren einen Mann kennengelernt hatte, in den er total verschossen war. Wie ich später erfahren hätte, sei er ein Päderast gewesen. Das sexuelle Verhältnis mit dem Pädo dauerte bis ca. zu meinem 12. Lebensjahr und ich möchte es heute, nach über 30 Jahren noch, nicht missen.
Ich verband meinen Vortrag mit der Fragestellung an Beier ob es nicht richtiger sei die Pädophilen innerhalb ihrer Beziehung mit dem Kind zu betrachten um ihnen zu einer befriedigenden Beziehung zu verhelfen.
Und an Kauder gewandt trug ich meine verfassungsrechtliche Meinung zum 176 vor mit der Frage ob die CDU diesen nicht abschaffen wollte.
Ich hätte doch auch als 8-9-Jähriger ein Recht auf freie Entfaltung meiner Sexualität und zwar auch mit einem Päderasten.
Beier begann daraufhin mit seinem Nachbarn zu tuscheln (Prof. Bosinski sexualmed. Beratungsstelle Uni Kiel) ohne mir jedoch zu antworten. Kauder antwortete die CDU würde nicht den §176 anschaffen, aber etwas gegen das Vorfeld vonStraftaten im Internet unternehmen, da gäbe es im Bundestag eine Petition. Genauer wurde er nicht. Ich vermute Netkids (Beate Schöning). Ich rief noch dazwischen, ich hätte aber als bisexueller Junge das Recht mit einem Päderasten Sex zu machen, die Konferenzleiterin von VW versuchte mir das Wort abzuschneiden: Auch andere hätten noch Fragen zu stellen …
Auf einer PK kann man ja nicht diskutieren. Aber zu Kauder sagen ist:
1. kann er nicht die Meingsfreiheit im Internet abschaffen
2. stehen viele Server im Übersee und unterfallen nicht dem deutschen Recht
3. findet die Union (hoffentlich) keinen Koalitionspartner, der die Meinungsfreiheit beschneidet

Kurze Zeit später beendete sie die PK und die Journalisten stürzten sich nicht auf Beier sondern auf mich.
Mehrere wollten meine Telefonnummer oder Vistenkarte, sie wollten über den LitV wissen, was der macht, wieviele Ehemalige sich gemeldet hätten.
Nach Einzelheiten zu meiner glücklichen Kindheit mit dem Päderasten wurde ausführlich gefragt. Mehrere Fotografen wollten Bilder von mir von allen Seiten, ich musste mich vor dem Plakat in mehreren Positionen ablichten lassen.
Draussen im Innenhof der Bundespressekonferenz erwartete mich eine Frau Hesse vom Bayerischen Rundfunk mit Kamerateam um mich fast 20 Minuten zu allem zu befragen, was sexualpolitische Standpunkte sind bzw. die vom LitV. Da hatte ich schon Gelegenheit erschöpfende Auskunft zu geben. Frau Hesse ist offenbar relativ gut informiert. Sie wollte (von sich aus) wissen ob ich die K13 kenne und die AHS. Da hab ich mich dann natürlich zurückgehalten, aber bestätigt, dass mir der Name K13 etwas sagt und wir Kontakt zu Bürgerrechtlern der AHS hätten. Bei ihrer Frage nach der Politik habe ich nur angedeutet, dass wir auch Kontakt zu linken Parteien hätten, ich aber der Debatte dort nicht vorgreifen wolle, die ganz am Anfang stünde. Zuletzt stand noch das Kamerateam von Vox vor mir und wollte wissen ob ich Sex mit Kindern für OK halte. Und es ginge doch um Marc Hoffmann, der die beiden Kinder umgebracht hätte und ob man ihm hätte helfen können. Und ob Kinder überhaupt wissen was Sex ist, die wären doch gar nicht sexuell interessiert.
Das Nievau von Vox ist ja äusserst bescheiden, dennoch konnte ich sagen, dass einem Marc Hoffmann vielleicht durch eine solche Beratungsstelle im Vorfeld hätte geholfen werden können um diese schrecklichen Taten zu verhindern.
Über den Sex von Kindern verwies ich auf die Broschüren der BzgA über Körper, Liebe, Doktorspiele, psychosexuelle Entwicklung von Säuglingen und Kleinkindern.

Fazit:
Das Interesse der Medien an mir und meinen Gegenpositionen zu Beier war sehr groß.
Wenn wir uns alle besser aufstellen und mit mutigen Ehemaligen organisiert an die Medien herangehen, erhalten wir bestimmt viel Aufmerksamkeit.
Jeder der gut reden und argumentieren kann, sollte vor die Kameras treten und unsere bürgerrechtlichen Sichtweisen vortragen und verteidigen.

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Eine Antwort zu “Pressekonferenz des “Charite-Projekts” gerät zur Farce”

  1. Fetzer sagt:

    Aus meinen eigenen Erfahrungen, mit denen ich bis heute einsam dahingleite, beruht Pädophilie schlicht auf das Markenzeichen, des nicht im Gesundheitswesen anerkannten psychischen Dilemmas für die auf dem privatem Sektor fungierender Psychobehandlung, hervorgehoben ist die Sexualtherapie.
    Wer aber wird schon zugeben damit Konflikte zu haben?! Außer z.B. die Kamikazeflieger ala SB’s die im Netz kursieren.
    Ich hatte mich vollkommend zögerlich auch etwa vor 3 Jahren bei dem Projekt in Berlin telefonisch gemeldet und bin heut froh, dass ich damals nach Ellen langen hin und her Verbindungen und den damit immer wieder aufs neue verbundenen Anfragen “warum es geht” schlussendlich dann entkommen bin mit der Auskunft, dass das Projekt eingestellt ist.
    Und was es mit der Meinungsfreiheit auf sich hat. Sind die verstreuten Grüppchen (Selbsthilfegruppen), welche sich “angeblich” befürwortend zu der Sexualität zwischen Kindern und Erwachsenen reihen im (wesentlichen) nicht freier davon als manche Gegner/innen.

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