Vortrag von Dr. Florian Mildenberger an der Universität Bielefeld

[ Autor von diesem Artikel: Leonard Forneus ] [ Verfasst am 24 Dezember 2012 ]

Beispiel Peter Schult – oder die ständige Wiederholung einer Debatte Am 13. Dezember fand der im vorangegangenen Newsbeitrag angekündigte Vortrag von Dr. Florian Mildenberger im Hauptgebäude der Universität Bielefeld statt. Beginn war um 19.00 Uhr (c. t.) im Hörsaal 8. Veranstalter war das autonome Schwulenreferat der Uni-Bielefeld. Dr. Mildenberger stellte seine Habitilationsschrift “Beispiel Peter Schult Pädophilie im öffentlichen Diskurs.” vor und reicherte seinen Vortrag noch mit einigen anderen interessanten Inhalten an bei denen es an deutlichen Worten nicht fehlte. Im Anschluss hatten wir auch die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch mit Florian Mildenberger.

Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg von Hamburg nach Bielefeld und kamen dort trotz “Deutscher Bahn” pünktlich um 15.36 Uhr an. Ein junger Bekannter aus der Umgebung von Bielefeld holte uns am Bahnhof ab und zunächst schauten wir uns etwas die Stadt an bevor wir uns gegen 18.00 in Richtung Universität in Bewegung setzten. Dabei konnte ich feststellen, dass sich die doch eher kleine Stadt Bielefeld tatsächlich so etwas ähnliches wie eine U-Bahn leistet. Nach wenigen Stationen brachte uns diese Mischung aus Strassen, Stadt- und U-Bahn direkt vor den Eingang der Universität. In der Eingangshalle fand sich keinerlei Hinweis auf die Veranstaltung und auch zu den Räumlichkeiten des Schwulenreferates in dem riesigen schmuddeligen Hauptgebäude mussten wir uns durchfragen. Dort angekommen hatte ein Student, der offenkundig schwul war auch keine Ahnung in welchem Raum der Vortrag denn nun stattfinden wird. Erst ein weiterer Student und Mitglied des autonomen Schwulenreferats konnte uns aufklären, dass der gesuchte Raum Hörsaal 8 ist. Nach einer kurzen (Rauch)pause begaben wir uns dann in den kleinen Hörsaal und Florian Mildenberger war bereits anwesend und unterhielt sich mit einem Studenten der Uni. Nachdem sich ein paar weitere Zuhörer und der “Chef” des Schwulenreferates eingefunden hatten begann der Vortrag. Leider waren es kaum mehr als 10 Zuhörer die gekommen waren, was wohl auch daran lag, dass diese Veranstaltung angesichts des Themas und der dazu vertretenen Postion keinerlei Werbung dafür gemacht wurde. Schlimmer noch – dieser Vortrag war nirgendwo an der Uni angekündigt. Auch ein dazu produzierter Flyer wurde nirgendwo verteilt war aber Inhalt einer ASTA-Sitzung. Der Vortragende selbst hat diesen Flyer erst unmittelbar vor der Veranstaltung zu Gesicht bekommen. Das veranstaltende autome Schwulenreferat stand aber inhaltlich voll hinter dem Vortrag. Es handelte sich um ein Debut, da zwei andere Termine in München und Berlin an Missbrauchskreischen gescheitert waren.
Der Vortrag selbst war kompetent, kurzweilig und mit einigen sehr treffenden Seitenhieben versehen. Zunächst ging es um die Biographie von Peter Schult, wie sie auch im Buch nachzulesen ist. Nachfolgend um die gesellschaftliche/politsche Situation in den 70er und 80er Jahren mit besonderen Blick auf die Emazipationsbewegungen der Schwulen/(Homo)Pädos, der Linken und der Frauen. Auch eine kurze Analyse der unerfreulichen Situation der Gegenwart gab es zum Abschluss.
Hervozuheben sind hier einige Punkte, die so nicht in der wissenschaftlichen Schrift von Florian Mildenberger vorkommen:

Mildenberger hatte unter anderem das Problem Zeitzeugen zu finden, die bereit waren sich für diese wissenschaftliche Veröffentlichung zu äußern. Offensichtlich erinnern sich heutzutage nur ungern einige Leute, dass sei einmal mit einem linken/anarchistischen/homosexuellen/pädosexuellen Aktivisten in “einem Boot”gesessen haben. Ebenso gab es Schwierigkeiten den Zugang zu einigen Archiven für die Quellenarbeit zu erhalten. Aufgrund guter Beziehungen des Autors hat es aber im wesentlichen trotzdem geklappt. Erstaunlicherweise verweigerte sich ausgerechnet das Archiv des Freundeskreises des schwulen Museums Berlin. Wer das Museum kennt wird mein Erstaunen sicherlich teilen.

Auch die “Frauenbewegung” und der Person Alice Schwarzer waren ein Thema, da ja Frau Schwarzer nie müde wurde faschistisch-feministische Hatzkampagnen gegen homosexuelle Pädos/Päderasten zu starten um sich damit gesellschaftskonform zu profilieren. Alice Schwarzer erkärte bereits vor über einem viertel Jahrzehnt Pädophilie an und für sich zu einem Verbrechen. Zumindest ist es ihr gelungen diese rassistische und irratioanle Auffassung zum “gesellschaftlichen Konsens” inklusive verschärfter Strafbewehrtheit werden zu lassen. Florian Mildenberger suchte auch das Gespräch mit dieser “Dame” als Zeitzeugin erhielt aber nie eine Antwort. Das Päckchen mit seinem Buch erhielt er ungeöffnet zurück. Damit gelang es ihr und der “Femi-Nazi-Bewegung” das irratioanle Konstrukt der “Kindlichen Unschuld” zur Allgmeingültigkeit zu verhelfen. Folgerichtig instrumentalisierte sie durchaus geschickt wie bösartig Sexualität als politisches Herrschaftsinstrument. Die Leidtragenden sind heute die vielen Opfer einer in dieser Sache verbrecherisch und gewissenlos agierenden Justiz. Mildenberger gelang es auch einige der ehemaligen Jungs sprich “Opfer” vom Peter Schult zu befragen. Offenkundig fühlt sich keiner von denen als Opfer dieses Mannes, den sie damals gemocht haben. Lediglich Einer drohte Florian Mildenberger mit einer Klage … dieser Mann hatte inzwischen Karriere in der CSU gemacht…

Mit aktuellem Bezug kam auch das unsägliche “Volkswagen”-Projekt (“Kein Täter werden”) der Berliner Charite zur Sprache.
Mildenberger führte hierzu das persönliche Gespräch mit den “führenden Köpfen” dieses pseudowissenschaftlichen Projekts.
Laut Florian Mildenberger ist es schon aufällig, dass dort nur intime Sachverhalte ausserhalb der “heiligen” Familie” eine Rolle spielen. Laut C. Ahlers geht es dort um Pädophile, die “Heilung” suchen. Mildenberger stellte ihm darauf die provokante Frage, “Hypnotisierst du sie”? Ahlers antwortete: “Ich gebe ihnen Tabletten”. Bei diesen Tabletten handelt es sich um das Präperat “Andrucur”, welches als drastisches Mittel zur chemischen Kastration seit Jahrzehnten bekannt ist. Die Nebenwirkungen dieses “Mittels” sind extrem gesundheitsschädlich. Der “Chef” dieses Projekts moderner Eugenik Prof. Beier rechtfertigt dieses Vorgehen mit dem “Schutz der Allgemeinheit.” Der menschenverachtende Irrsinn dieser Praxis sollte offensichtlich sein und auch Florian Mildenberger zog in seinem Vortag den berechtigten Vergleich mit verbrecherischen NS-Ärzten. Für eine Änderung dieser widerwärtigen Verhältnisse setzt Mildenverger andere gesellschaftliche Bedingungen voraus, z. B. den Abschluss des bereits begonnen Niedergangs dieses politischen/gesellschaftlichen Systems. Erst beim kompletten wirtschaftlichen Zusammenbruch der BRD wäre wieder ein Klima der gesellschaftlichen Offenheit, Menschlichkeit und Vernunft geschaffen in dem Veränderungen möglich sind.

Nachdem die Veranstaltung zuende war hatten wir die Möglichkeit zur Diskussion in den Räumen des Schwulenreferats.
Auf dem Rückweg kam es noch zu einem “sechs – Augen – Gespräch” mit Florian Mildenberger bevor wir alle im ICE der “Deutschen Bahn” den Heimweg antraten. Nach Absprache mit dem Hamburger schwulen Buchladen “Männerschwarm” soll es im kommenden Jahr eine etwas größere Plattform für diesen Vortrag geben. Weitere Informationen/Details/Ergänzungungen/Aktualisierungen und Kommentare erfolgen ggf. zu einem späteren Zeitpunkt.

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