GiGi Nr. 47 – Soko Wurstfabrik und die Tagung der AHS e. V.

[ Autor von diesem Artikel: Leonard Forneus ] [ Verfasst am 24 Dezember 2012 ]

Eine Kritik

Am 11. November 2006 fand in Mainz (IBIS-Hotel) die jährliche Fachtagung der AHS e. V. statt. Die Tagung trug den bemühten Titel: “Therapiekonzepte für Pädosexuelle. Pädophilie – Krankheit oder sexuelle Orientierung”. Leider fand diese öffentliche Veranstaltung nahezu unter Auschluss derselben statt und der Zombieverein AHS präsentierte sich in der bekannten verhuscht- paranoiden und verheuchelten Art. Das sexualpolitische Magazin GiGi berichtet darüber in seiner aktuellen Ausgabe unter dem Titel “Soko Wurstfabrik & mystischer Quark“.

Wie jedes Jahr lud die Arbeitsgemeinschaft Humane Sexualität e. V. (AHS) zu einer öffentlichen Tagung mit einer Reihe von Fachvorträgen zu einem vorher festgelegten Thema. Diesmal ging also um Pädophilie und bereits im Vorfeld gab es einige Absagen, die auch nicht anders zu erwarten waren. Dies betraf natürlich das Berliner-Charite-Eugenik-Projekt “Kein Täter werden” ebenso wie den Dipl. Psychologen Horst Vogt, der inzwischen sein Unwesen in einer “sozialtherapeutischen” Umerziehungseinrichtung  als Hausschamane treibt. Es blieben aber genug Referenten übrig die bis auf eine Ausnahme kompetente Vorträge ablieferten aber dennoch blieb eine verbindliche Aussage zum selbstgewählten Thema auf der Strecke. Das Magazin Gigi berichtet unter folgender Überschrift:

 

Soko Wurstfabrik & mystischer Quark

Zur Mainzer Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Humane Sexualität mit dem Schwerpunkt Pädophilie reiste Denis Heyn.

 

Der im Einstieg etwas bemühte und sich wie im weiteren Verrlauf immer wieder selbst widersprechende Artikel greift zunächst die staatskriminellen Vorgänge bezüglich der AGP-Düsseldorf auf. Irgendwie scheint es so als könne sich dieser stilistisch gelungene Bericht nicht wirklich entscheiden zwischen einer mutigen Aussage oder einem paranoid geheucheltem Versteckspiel mit viel Wortakrobatik. Zunächst geht es um die vorsätzlich mit viel staatskrimineller Energie konstruierten “Vorwürfe” der Soko Wurstfabrik im Auftrag der Sta. Düsseldorf:

 

(…)Die Geschäftsstelle der AHS vermittle Minderjährige für Sexkontakte, betreibe zu diesem Zweck einen Bauernhof in Polen, auf dem Kinder “vorgehalten” würdem, und lasse solche, die beim Missbrauch zu schaden kommen, in einer Wurstfabrik in Russland entsorgen – protokollierte Aussagen eines ehemaligen Teilnehmers der Pädo-Selbsthilfegruppe Rhein-Rhur, die aufwenige Ermittlungen nebst Telekommunikationsüberwachung gegen den Vorstand und einzelne Mitglieder der AHS auslösten. Die “Soko Wurstfabrik” hat ihre Ermittlungen zwar längst wieder eingestellt, aber der Fall ist symptomatisch: Wenig verwunderlich ist, dass dergleichen Splatterphantasien bei der Polizei bereitwillig Aufnahme finden. Dass, wie die Akten ebenfalls vermerken, ein psychiatrischer Gutachter dem Beschuldiger Glaubwürdigkeit bescheinigt, mag schon eher verwundern. Besonders interessant ist die Herkunft der Anzeige: Ein rheinländisches Gefängnis. Die Horrorstory ist dem Hirn eines Mannes entsprungen, der nach § 176 verurteilt worden war und bereits mindestens ein Jahr lang gesessen hatte, was ihn zwangsläufig in eine sozialtherapeutische Behandlung geführt haben musste. Es stellt sich die Frage, was mit dem Mann dort angestellt – und das wiederum könnte die AHS auf ihr diesjähriges Tagungsthema. Vieleicht war aber auch erst mit der nominellen Trennung vom Dach der Pädo-Gruppen der Weg frei geworden, Pädophilie zum Gegenstand einer AHS-Fachtagung zu machen.(…)

 

Die Ermittlungen in dieser Sache sind bis zum heutigen Tage keineswegs offiziell eingestellt. Zwar hat sich alles längst als offenkundige Wahnvorstellung erwiesen aber die Staatsmacht zögert dieses Verfahrens, welches ihrer eigenen Phantasie entsprungen ist zu beenden. Es ist auch unwahrscheinlich, dass die rechtswidrigen Abhöraktionen inzwischen abgestellt wurden. Wie mir ein Hauptopfer dieser gestapoähnlichen – Aktion persönlich mitteilte kam die zugrundeliegende Aussage des inhaftierten Justizopfers nicht freiwillig zustande. Das “Glaubwürdigkeitsgutachten” in dieser Sache belegt lediglich die blühende Phantasie von Beamten des Landes NRW. Denn tatsächlich hat sich Staatsanwaltschaft/Polizei die wilde Geschichte, wie es SAT1, RTL oder das ZDF nicht besser gekonnt hätten, selbst ausgedacht. Der Gefangene wurde mit folterähnlichen Methoden zu dieser Aussage erpresst. Dieser Umstand wurde mir ebenso vertraulich wie wortwörtlich mitgeteilt.

Im zweiten Teil dieses Zitates zeigt sich dann auch die erste leicht verheuchelte Wort- und Sinnverdrehung. Die AHS, welche mehrheitlich aus Pädos und Schwulen besteht trennt sich also von ihrer Pädo-Fachgruppe – einfach so? Nein, es gab etwas bösartigen medialen Gegenwind angezettelt von Report München und sofort zieht die AHS en Schwanz ein und will mit sich selbst nichts mehr zu tun haben. Ähnliche “persönlichkeitsspaltende” Merkmale finden sich übrigens auch in dem zugrundeliegenden Artikel. Die AHS ist mittlerweile nichts mehr als eine lebende Leiche ohne Aktivität – man bemüht sich ledgilich in einer Art Konkursverwaltung und hofft auch dabei nicht mehr “erwischt” zu werden. Demzufolge wurde auch die Veranstaltung in Mainz geheimgehalten und keinerlei Werbung betrieben. Deswegen fanden die Vorträge auch in sehr kleinem Kreise stattt … es sollte eben keiner was mitbekommen. Im Grunde war es eine Art gemeinschaftliche Selbstbefriedigung im kleinsten Kreise.

 

(…) Der Anfrage der AHS an das Team des “Präventions-Projekts Dunkelfeld” der Berliner Charite konnte von diesem aus terminlichen Gründen nicht zugesagt werden. Statt dessen lieferten die Berliner einen Stoss Schaubilder, die unter anderem darüber aufklärten, dass die Charite Hilfe und Veresorgung für Menschen mit “sexuellen Präferenz- und Verhaltensstörungen” leiste, deretwegen die Betroffenen “nirgends sonst” (!) Hilfe erhalten(…)”

 

Das die Initiatoren des pseudowissenschaftlichen politischen Propagandaprojekts im “Dunkelfeld” – “kein Täter werden” hier nicht auftreten war klar; verfolgen diese doch ein Projekt welches auf einer modernisierten eugenischen Theorie zur Rassenhygiene basiert wie wir sie im Original aus dem 3. Reich kennen.
Als Referent erschien dann aber der Vorsitzende der Leipziger Gesellschaft für Sexualwissenschaft (GSW e. V.) und Dozent der Uni-Leipzig Dr. Kurt Seikowski. Ausserdem stand er für das Magazin “GiGi” in der gleichen Ausgabe auch noch in einem Interview Rede und Antwort.

 

(…)mochte seine textlastige Powerpoint-Präsentation den ungeschulten Zuhörer ermüden, so wirkte der Redner selbst in seinen freien Ausführungen wie das personifizierte Abbild des humansitischen Dreiklangs seiner Therapieschule: Echtheit Empathie-bedingungslose Wertschätzung. (…) Er rede nicht von Patienten sondern von Klienten. Es gäbe auch keine externen, schon gar keine vordergründigen generalpräventiven Zielvorgaben.(…) Fazit: Es gibt keine “Heilung von der Pädophilie”, Betroffene müssen individuelle Wege finden, mit sich und ihrer Veranlagung in der Gesellschaft zurechtzukommen. Zwar attackierte Seikowski eher beiläufig psychoanalytische un “beyerische” Versuchanordnungen, aber eine explizite Gegenposition zu anderen pädo-therapeutischen Unternehmungen war ihm auf offener Bühne nichtabzutrotzen.(…)Seikowski im nachfolgenden Interview: “Kongruenz ist das Therapieziel. Wenn ein Pädophiler es als Kongruenz empfindet, für sich sexuelle Kontakte zu Kindern haben zu wollen, dann ist da für ihn in Ordnung. Nur muss er dann auch geltende Gesetze akzeptieren, in denen er als Krimineller eingestuft wird.”

 

Seine Absichten mögen die besten sein, aber es wird nur zu deutlich, dass es eben nichts zu therapieren gibt und es die Gesetze basierend auf Irrsinn, Staatsdoktrin und eugenischer Rassehygiene sind, die das einzige Problem darstellen. Dabei ist es völlig egal, ob jemand päophil, schwul oder sonstwas ist. Gäbe es diese Gesetze nicht wäre auch Herr Seikowski arbeitslos und vieleicht auch gar nicht verärgert darüber. Dr.Seikowski dürfte die Tatschen längst erkannt haben – aber auch er traut sich nicht sagen, was er aus seiner Berufspraxis längst wissen muss. Er müsste sich damit offen gegen Beyer und Co. stellen aber das lassen wohl die gegebenen Machtverhältnisse nicht zu.

Die “Lachnummer (ohne Lacher)” des Tages in dieser Vortragsreihe war dann wohl Siggi Kirch, Verfasserin des Buches “Der pädophile Patient in der psychoanalytisch orientierten Hypnosepraxis” und Betreiberin einer entsprechenden “Praxis” in Schloss Bodelschwingh zu Dortmund:

 

(…) Frau Kirch erklärte dem Laienpublikum zunächst ihr therapeutisches Instrument. Hypnose sei von manipulativer Showhypnose und -selbstredent Narkose abzugrenzen und würde sehr erfolgreich z. b. bei der Zahnbehandlung eingesetzt. (…) Denn nach Kirchs in psychoanalytischen Untiefen fischenden Verständnis, könne der Kontakt mit dem “inneren Kind” die spezifischen Problemlagen erhellen, die zu pädophiler Neigung und Verhaltensbereitschaft geführt haben. (…) Tatsächlich erhellte Kirchs Vortrag nichts über die Wirksamkeit ihrer Methode in Anwedung auf Pädophile (…)

 

Das dann aus den spärlichen Zuschauereihen Kommentare wie “welch phantastischer Schwachsinn” oder “mystischer Quark” kamen dürfte die Dame eigentlich nicht gewundert haben.
Schließlich kam es zum letzten Vortrag von dem seit Jahren bewährten AHS/AGPB-Team “Kerus” und “Wesselin”:

 

Mit “Therapieansätze und -ziele aus der sicht Betroffener” war der letzte Vortrag ausgewiesen. (…) Die beiden Referenten (…)stellten sich als “Kerus” und “Wesselin” von der Berliner AG-Pädo vor. (…) sprachen beide, sparsam mit Schaubildern unterlegt, ausschließlich übers pädosexuelle Comming -Out.(…)

 

Zunächst sei einmal festgehalten, dass es die Berliner AG-Pädo im Sinne einer Pädo-Selbsthilfegruppe längst nicht mehr gibt. Die AGPB besteht seit über einem Jahr auschließlich aus dem Arbeitskreis Sexualpolitk, welcher sich nicht auschließlich an Pädophile wendet und maßgeblich von Nichtpädophilen gestaltet wird. Ich selbst gehöre als Nicht-Pädo diesem Arbeitskreis an. Leider gab es bei diesem letzten Vortrag der AHS-Tagung kein anderes Thema als das “pädosexuelle Comming Out”. “Kerus”, jenseits der 60, beschäftigt sich damit seit Jahrzehnten ohne auch nur einen praktisch verwertbaren Schritt weiterzukommen. Es war natürlich richtig hier auf die Thematisierung irgendwelchen Therapie-Mülls zu verzichten.

 

(…) In der anschließenden Diskussion wurde das Referat als Extremposition bewertet. Man könne das, wie wertvoll und stichhaltig dass auch immer sei, nicht als AHS-Papier veröffentlichen, weil ein Schaubild “Pädo” als Intimbeziehungsform deklariert sei. Nein, meinte Wesselin, er bestehe darauf, dass diese Ideen seine seien, das könne bestenfalls eine Position innerhalb der AHS sein. Immerhin hat diese noch das Potential, nonkonforme Standpunkte in ihren Reihen auszuhalten.”

 

Das Referat war definitiv keine Extremposition sondern nur die gleiche “Nabelschau” wie sie seit drei Jahrzehnten betrieben wird – vermutlich solange bis der letzte Laberheini analysierend rumquatschend auf dem Schaffott geendet ist. Auch hat die AHS keine Reihen sondern ist ein fast verwaister mehr oder minder inhaltsleerer Diskussionsklub, der die Hosen voll hat wenn es darum geht politisch Dinge ändern oder wenigstens konstruktiv ansprechen zu wollen. Aber man ist eben bemüht um Konformität und unfähig diesen Widerspruch mit sich selbst infolge Feigheit aufzulösen. Diese Art der “Persönlichkeitsspaltung” setzt sich fort bis zum Autoren dieses GiGi-Artikels:

 

(…) Abends lief ich mit “Wesselin” durch die Mainzer City. (…)Welche Hoffnungen er für die Zukunft habe? Pädos lebten in “bleiernder Zeit” heute. Mildenberger glaubt, im Zuge der früher einsetzenden Reife könne das Schutzalter auf 12 gesenkt werden. Nein, meint Wesselin, das sogenannte Schutzalter folge nicht biologischen Kriterien, sondern sozialpolitischen Bedürfnissen nach Unmündigkeit, deswegen werde ja gerade es auf 18 anzuheben.

 

Diese Erkentniss mag zwar richtig sein … aber die Absurdität und Schizophrenie liegt ganz woanders. Zudem sind es weniger sozialpolitische Bedürfnisse sondern eher rechtspolitische Folgen einer Politik die auf eine gewaltsame Aufrechterhaltung eines unmenschlichen Systems zielt. Dazu ist dann jedes Mittel recht wie gezielte Propaganda, Desinformation, politische Verfolgung mittels eines unmenschlichen Strafrechts, Eugenik im Sinne von “Rassenhygiene” und “Volksgesundheit” etc….
Die “Persönlichkeitsspaltung” des Verfassers des GiGi-Artikels liegt hingegen jenseits des inhaltlichen …. ich werde mich aber hüten dies auzuführen, denn ich habe keine Lust beim nächsten Treffen des Arbeitskreises verbal eins in “die Fresse” zu bekommen….

Der vollständige GiGi-Artikel kann in der 47ten Ausgabe des Magazins nachgelesen werden.

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3 Antworten zu “GiGi Nr. 47 – Soko Wurstfabrik und die Tagung der AHS e. V.”

  1. Leonard Forneus sagt:

    Kommentar – Snoopy-Boy…sagt:

    Hallo,

    der hier vorliegende Beitrag sollte hier dringend entfernt werden. Es werden hier Vergleiche zum 3. Reich aufgeführt, ohne sie näher zu begründen. Dieser Teil Der Text begeht Polemik auf dem Niveau hoher Unsachlichkeit. Zur Information: Das Treffen der Arbeitsgemeinschaft Humane Sexualität hatte als Ziel, sich mit dem Thema psychologisch-therapeutisch zu befassen. Es ist klar, dass politische Dimensionen nicht zu erwarten waren. Daraus der AHS einen Strick zu drehen halte ich für unverantwortlich und gedankenlos. Es ist schade, dass Seventeen6 hier in diesem Maße destruktiv auftritt, aber keine konstruktiven Vorschläge im Gegenzug einbringt. Damit isoliert sich Seventeen6 von der AHS und polarisiert somit gegen bestehende Strukturen, die es zu erhalten gilt.

    Zur AGPB:

    Weiterhin existiert die AG Pädo in Berlin als dezentrale flexible Gemeinschaft sehr wohl. Es finden lediglich keine regelmäßigen Treffen statt, sehr wohl aber ein hoher Grad an Austausch, so dass eine Selbsthilfegruppe bei Bedarf wieder entstehen könnte, aber tatsächlich besteht kein Bedarf nach Regelmäßigkeit. Ein hoher Austausch findet weiterhin über die bekannte agp-eMail Adresse statt. Somit ist es weiterhin möglich, auch ohne Selbsthilfegruppe Treffen stattfinden zu lassen und sogar Neue in die APGB zu integrieren. Im Name der AGPB wurde weiterhin der Vortrag von Kerus vorbereitet, der verdeutlichen sollte, dass es notwendig ist, Therapieziele im Rahmen einer Identität als Pädophiler zu gestalten. Dies scheint Seventeen6 nicht zu würdigen.

    Fazit:
    Dieser Beitrag zeigt lediglich einen geringe Horizont dieses politschen Portals gegenüber der psychologischen Perspektive gegenüber der Pädophilie.

    Schade.

    SnoopyBoy

    • Leonard Forneus sagt:

      Zum Kommentar von Snoopy-Boy

      Hallo zusammen,

      Hallo Snoopy-Boy

      Der zugundeliegende liegende Beitrag ist nicht als Angriff auf erhaltenswerte bestehende Strukturen zu verstehen. Es wird lediglich Kritik geübt an der Ineffektivität bestehender (schwacher) Strukturen.
      Hinzu kommt das Problem, dass Pädosexualität erst einmal prinzipell kein psychologisch-therapeutisches Problemfeld ist – es wird von aussen dazu gemacht. Weder Psychologie noch Medizin (Psychiatrie) können zu Fragen der sexuellen Identität irgendetwas zu einer rational-wissenschaftlichen Erkenntnis beitragen. Bereits im 3. Reich wurden Medizin und Psycholgie genutzt um die Verfolgung von männlichen Homosexuellen und Pädosexuellen (wobei damals wie heute die Trennlinie sehr unscharf ist)zu rechtfertigen. In leicht modernisierter Form werden heute in Bezug auf Verfolgung, Kriminalisierung und Psychiatrisierung von Pädophilen und anderen “Abweichlern” die alten “Theorien” zur “Volksgesundheit” wieder aus der Mottenkiste geholt und vor allem gegen tatsächliche und vermeintliche Pädosexuelle angewendet. Liest man sich z. B. die GiGi Nr. 47 chronologisch durch wird genau dieser Zusammenhang deutlich untermauert. An einem Punkt gelang es der AHS-Tagung sogar dies sichtbar zu machen … wenn ein paar mehr Zuhörer dagewesen wären. Jedenfalls sind Medizin und Psycholgie zur Erkenntisgewinnung ungeeignet und werden zudem selbst als staatskriminelles Instrument durch Politik und Justiz benutzt. Für die Gewinnung wissenschaftlicher Erkenntnis im Bereich der Sexualwissenschaft/sexuelle Minderheiten sind Sozialwissenschaftler, Historiker und Politologen gefragt. Selbstverständlich werden als Folge von Diskriminierung, Kriminalisierung etc. nicht weneige Pädos psychisch krank und nicht nur Pädos. Aus dem bestehenden Unrecht entstehen also ebenso Sekundär- wie Kollateralschäden. Hier sind dann wiederum u. U. Psychologen und Therapeuten gefragt … wenn man dieser Bande überhaupt Kompetenz zusprechen möchte. Somit macht es aber überhaupt keinen Sinn sich mit dem Thema Pädophilie aus psychologisch-therapeutischer Sicht zu befassen. Dies denoch zu tun erweckt den Verdacht der Konformität bzw. des sich anbiederns an bestehnde Verhältnisse statt diese Verhältnisse selbst zu kritisieren.
      Die Fragestellung im Untertitel der AHS – Tagung: “Pädophilie – Krankheit oder sexuelle Orientierung” ist gegewärtig politisch beantwortet. Demnach ist es eine Krankheit. Daher werden ja wiederum Psychiater/Psychologen beauftragt z. B. durch Gerichte im Rahmen von menschenunwürdigen Hexenprozessen diese “Krankheit” zu diagnostizieren. Ich kenne solche psychiatrischen/psycholgischen Schriften bzw. Gerichtsgutchten aus eigner Lektüre. Rechts unten vor mir in der blauen Klarsichthülle dürfte sich so eine Schweineschrift befinden. Alles in Allem geht es um ein politisches Verbrechen begangen durch diesen Staat. Du weisst ja, dass ich zum Teil sehr nah an mir drann damit zu tun habe und damit die menschlichen Folgen dieses Staatsverbrechens im wahrsten Sinne des Wortes vor Augen habe. Somit handeln Staat, Mediziner und Psychologen einträchtig aus einem politischen Motiv. Bestimmte Menschen gelten demnach allein durch ihre Existenz als systemfeindliche Bedrohung. Daher soll hier seelektiert werden mit Mitteln eines verbrecherischen Strafrechts ebenso wie mit der Kaffesatzleserei der Psycho-Sexorzisten. Der ganze Themenkomplex ist somit ausschließlich ein politisches Problem und kann auch nur politisch gelöst werden … wie auch immer. Somit ist es auch Unfug “Therapieziele” im Rahmen einer Identität als Pädophiler zu gestalten – denn es gibt hier primär nichts zu therapieren. Die Therapieziele bei Folgeerkrankungen wie Depressionen (infolge der gesellschaftlichen Situation) oder schwerer Traumatiiserungen bei Opfern menschenverachtender Hesxentribunale, Einkerkerung etc … liegen aber eigentlich auf der Hand.

      Der zugrundeliegende Artikel ist abgesehen von der Information im ersten Teil als konstruktive Kritik zu verstehen … als freundschaftlicher “Arschtritt” nicht mehr und nicht weniger. Bestehende Strukturen erachte ich für erhaltenswert und ausbaufähig. Nur sollte man irgendwann den Mut aufbringen das “Kind” beim richtigen Namen zu nennen auch wenn man sich dabei zwangsläufig “den Mund verbrennt”. Konstruktiv bedeutet meines Erachtens den Blick wegzunehmen von Psychologie und Therapie (vielmehr ist hier massive Kritik angezeigt)und sich sozialer und politischer Aktivität zuzuwenden und bei dem Unrecht anzusetzen, welches in reichlicher Menge vorhanden ist…

      liebe Grüsse

      Admin

  2. Heidi sagt:

    Auch hier wurde wieder viel Inhalt sinnlos auf dem Altar einer Möchtegern-Rhetorik geopfert.
    An Stelle sowas wie die “Wurstfabrik-Phantasien” sachlich als vorauseilende Bedienung irgendwelcher Medienkonsumenten-phantasien herauszuarbeiten ((Alleine die Vorstellung Leichen über eine EU-Aussengrenze zu transportieren ist mit Blick auf die (vermeidbaren) Risiken derart abwegig, daß das zu verstehen sogar dem unkritischtem Bildzeitungsleser zugetraut werden kann.)) reagiert man sich wieder ziel- und planlos an Problemen ab die gar keine sind. Wenn auch nur der Verdacht eines Tötungsdelikts im Raum steht – kann halt ein Staatsanwalt nicht “eifach so” den Aktendeckel zuklappen.
    Antstatt reflexhaft die Staatsanwaltschaft “zu bashen” wäre es doch sinnvoller gewesen mal darauf hinzuweisen daß publicity-affine Einzelpersonen und einige Medien dem eigenen Vorteil willen offensichtlich billigend in Kauf nehmen daß sie mit derartigen “wilden Behauptungen” wertvolles und teures Ermittlungspotenzial auf Kosten des Steuerzahlers verschwenden.

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