bundesweite Aktion zur Missbrauchskreisch-Propaganda für 2013 gestartet oder….

[ Autor von diesem Artikel: Leonard Forneus ] [ Verfasst am 27 November 2012 ]

….wie man vier Millionen Euro Steuergelder gegen Vernunft und Bürgerrechte verpulvert.

Es wäre sicher sinnvoller gewesen diese Steuergelder zu verbrennen, so hätten sie wenigsten keinen Schaden anrichten können. In einer gemeinsamen Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
(BMFSFJ) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 21.11.2012 wurde diese unsägliche Aktion bekanntgegeben und erläutert. Angesichts der Art dieser “Initiative” denke ich dabei eher an ein Propagandaministerium in trauter Zusammenarbeit mit der Zentrale für Rassenhygiene.  Kristina Schröder startet nun jedenfalls eine bundesweite Initiative zur “Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs“, schließlich ist 2013 “Bundestagwahl” und das Stimmvieh muss  irgendwie zur Urne bewegt werden. Im Detail sieht das dann unter anderem wie folgt aus:

 

Aufwachsen ohne Gewalt – dieses Recht soll jedes Kind in Deutschland
haben. Um Kinder und Jugendliche besser vor Übergriffen zu schützen,
startet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
heute (Mittwoch) eine bundesweite Initiative zur Prävention des
sexuellen Kindesmissbrauchs. Hintergrund: Die Polizeiliche
Kriminalstatistik 2011 zeigt einen Anstieg auf mehr als 12.000 Fälle
sexuellen Missbrauchs. Zudem ist von einer sehr hohen Dunkelziffer
auszugehen, da es in den meisten Fällen gar nicht erst zu einer
Strafanzeige kommt.”

 

Wieder einmal schön schwammige Propaganda. Zunächst ist einmal festzuhalten, dass der so genannte “sexuelle Missbrauch von Kindern” in den Paragraphen 176 und 176a des Strafgesetzbuches geregelt und auch definiert ist. Diese im Kern grundgesetzwidrigen Bestimmungen im Strafrecht zeichnen sich insbesondere durch den Umstand aus, dass keine Gewalthandlungen zugrunde gelegt werden. Diese sind in anderen Paragraphen des StGB geregelt. In den “Missbrauchsparagrpahen” werden gezielt freiwillige und gewaltfreie sexuelle Handlungen unter Strafe gestellt unter der Voraussetzung, dass Personen unter 14 Jahre in irgendeiner Form und sei sie noch geringfügig daran beteiligt sind. Von “Übergriffen” kann in diesem Zusammenhang keine Rede sein; vielmehr werden eigentlich sexuelle Handlungen von Personen, die laut Gesetz als Kinder definiert sind inkriminiert. Dies betrifft auch sexuelle Handlungen von Kindern untereinander (“Doktor-Spiele” und ähnliches), die ebenfalls strafrechtlich erfasst werden und Gegenstand polizeilicher Ermittlungen sind. Lediglich der Umstand, dass Menschen unter 14 Jahren in dieser Bananenrepublik als strafunmündig gelten schützt sie davor wegen irgendwelcher Fummelei oder gar wegen Selbstbefriedigung verurteilt zu werden.  In den letzten Jahrzehnten wurden zudem die oben genannten Paragraphen in einem gesetzgeberischen und juristischen Amoklauf weit über die Irrsinnsgrenze verschärft. Gegenwärtig werden selbst harmlose freiwillige Handlungen, denen man eine sexuelle Komponennte beimisst mit langen Haftstrafen, Gehirnwäsche und nicht selten Sicherungsverwahrung geahndet. Seit der letzten Gesetzesverschärfung geht es sogar noch ein Stück weiter. Werfen wir dazu zunächst einen Blick auf den  dieser “Präventionsinitiative” zugrundeliegenden “Aktionsplan von 2011” an. Genauer gesagt geht es um  einen kleinen Absatz aus dem umfangreichen Machwerk:

 

Sexuelle Gewalt findet nicht nur bei eindeutig als sexuell zu identifizierendem Körperkontakt
zwischen Opfer und Täter statt. Auch sexuelle Handlungen mit indirektem oder ohne Körperkontakt gehören dazu. Sexuelle Gewalt liegt zum Beispiel auch dann vor, wenn das Kind
aufgefordert wird, sexuelle Handlungen an sich oder anderen vorzunehmen oder porno-grafische Filme oder Bilder anzuschauen.

 

Mi diesem Geschwurbel ist natürlich der neue Absatz Nummer vier des sexualfaschistischen Unrechtsparagraphen 176 gemeint. Dieser Absatz wird nachfolgend zitiert:

 

Mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren wird bestraft, wer (…)
auf ein Kind durch Vorzeigen pornographischer Abbildungen oder Darstellungen, durch Abspielen von Tonträgern pornographischen Inhalts oder durch entsprechende Reden einwirkt.”

 

Im Klartext bedeutet dies unter anderem, dass jegliches sprechen mit einem Kind über Sexualität oder auch ein anderes Thema, welches eine sexuelle Komponente beinhalten könnte oder eine  dahingehende Auslegung denkbar wäre zu einem “sexuellen Kindesmissbrauch” mutieren kann wenn es der Staatsgewalt in den Kram passt.  Somit ist es auch nicht verwunderlich, wenn man in der “Kriminalstatistik” einen Anstieg von Fällen so genannten “sexuellen Missbrauchs von Kindern” feststellt. Wenn sich die jeweils Regierenden stets selbst damit übertreffen neue und immer absurdere und schwammigere “Straftatbestände” zu schaffen braucht sich auch Frau Schröder nicht wundern wenn man (endlich?) wieder mehr “Fälle”verzeichnet. Dass hier der Wunsch Vater des Gedankens war ist schwer zu übersehen. Natürlich darf man hierbei auch grundsätzlich nicht vergessen, dass sowieso gegen grundlegende Rechtsprinzipien und Menschenrechte erheblich verstossen wird. Ein Staat muss insbesondere seine Strafvorschriften stichhaltig und logisch begründen können. Annahmen, Vermutungen oder Glauben bilden keine Grundlage auf der ein angeblicher “Rechtsstaat” seine strafrechtlichen Rechtsgüter konstruieren darf. Genau dies ist hier aber der Fall mit schlimmen Folge für alle, die als vermeintliche “Sexualstraftäter” in die Mühlen einer verbrecherischen Justiz geraten. Eine detailiertere Behandlung dieser Thematik und eine Erläuterung der wirklichen Absichten dieses Staates bei der ständigen Ausschlachtung dieser Thematik  findet man auf dieser Seite unter der Überschrift:

 

Sexualstrafrecht – Justizverbrechen – Menschenrechtsverletzungen Grundrechteabbau – totalitärer Staat

 

Aber die völlige Verdrehung von Sprache und Inhalten geht noch weiter. In der Pressemitteilung der großen Missbrauchhysteriekampagne heist es weiter:

 

Ziel der Initiative ist es, Mädchen und Jungen im Alter von 8 bis 12 Jahre über ihre Rechte zu informieren, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und sie zum Thema Missbrauch aufzuklären. Lehrer und Fachkräfte sollen Schutzkonzepte mitentwickeln, um so die Möglichkeiten für Übergriffe von Tätern zu verringern. (…)  Neu und innovativ ist die Aufführung des interaktiven Theaterstücks “Sag mal…”der deutsch-schweizerischen Künstlergruppe “Kompanie Kopfstand” zum Thema Kinderrechte und Missbrauch. Das Theaterstück soll Schülerinnen und Schüler informieren und motivieren, sich im Falle eines Missbrauchs an Personen ihres Vertrauens zu wenden.”

 

Von Kopfstand kann man hier durchaus sprechen wenn jegliche Vernunft und jeder Ansatz von Verstand derart auf den Kopf gestellt werden. Da beauftragt man also für viel Geld ein zeitgeistverstömendes Heuchel- und Lügentheater um acht- bis zwölfjährige junge Menschen mit übelster Propaganda eines nahezu totalitären Staatswesens zu indoktrinieren und gleichzeitig noch zu Denunzianten zu erziehen. Auf der “Sag-mal Theaterseite” bringt es sogar noch fertig in diesem Kontext von “Kinderrechten” zu sprechen ohne “rot zu werden”.  Wörtlich schreibt man dazu;

 

Kinder haben Rechte. Schutz vor sexuellem Missbrauch und Gewalt ist laut UN-Kinderrechtskonvention von 1989 eines davon. Die bundesweite Initiative zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs ist eine Maßnahme des Aktionsplans 2011 der Bundesregierung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung.”

 

Faktisch handelt es sich um eine völlige Entrechtung von Kindern. Sie werden ihres Rechtes an ihrer eigenen Sexualität ebenso beraubt, wie des Rechtes sich auf basis objektiver und sachlicher Informationen eine eigene Meinung bilden zu können. Letztlich nimmt man ihnen das Grundrecht auf freie Entfaltung der eigenen Persönlichkeit. Abschließend stellt sich natürlich die Frage, was das alles mit “gesundheitlicher Aufklärung” zu tun haben soll? Die Antwort liegt im Grunde auf der Hand. Dieser Staat betrachtet Sexualität mittlerweile als “Krankheit”, deren Ausbreitung es frühzeitig einzudämmen gilt bevor sie noch epidemische Ausmaße annehmen könnte.  Gleiche gilt für das Erlernen selbständigen Denkens, was für den Staat sicherlich die noch schlimmere “Krankheit” darstellt. Da man das (noch) nicht offen propagieren kann hat man mit dem Thema Sexualität bzw. kindliche- und jugendliche Sexualität und deren konsequente Verhinderung  einen effektiven Stellvertreter gefunden. Es ist auch alles andere als neu in repressiven und sexualpessimistischen Gesellschaften Sexualität per se zu pathologisieren oder bestimmte Sexualformen für “krank” zu erklären. (Masturbation, männliche Homosexualität, etc…) Wir sind also wieder dort angekommen wo noch vor ein paar Jahrzehnten keiner mehr hin wollte.

siehe auch. Positionen zur Sexualpolitik – von Kurt Hartmann

 

 

 

 

 

 

2 Antworten zu “bundesweite Aktion zur Missbrauchskreisch-Propaganda für 2013 gestartet oder….”

  1. Heidi sagt:

    Das tut wirklich weh… So viele gute Argumente auf dem Tisch – und promt werden sie mit unsachlicher Wort- und Tonwahl entwertet. Hallo liber Autor – Ist Dir die “Zustimmung am frustgeladenen Pädo-Stammtisch” denn tatsächlich wichtiger als die offensichtliche Chance mit Deinen echten Argumenten auch am Thema interessierte “StiNo” erreichen zu können? Willst Du nun was erreichen? – oder nur Frust ablassen?

    • Leonard Forneus sagt:

      Kritik angenommen; denn reines Ablassen von Frust war nicht beabsichtigt ein wenig gezielte Überzeichnung zwecks Provokation aber durchaus schon. Ein wenig hatte ich dabei auch einen aktuellen – persönlich bekannten – Fall des neuen Abs. 4 des § 176 beim schreiben im Hinterkopf, was auch zu einem härteren Tonfall führte.

      Im übrigen hast du natürlich recht, dass es wichtig ist den “Normalbürger”/”StiNo” mit Argumenten zu erreichen,

      viele Grüsse

      Admin

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